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Kurz vor Kollision

Zugunglück knapp verhindert: Güllefass rutscht ins Gleisbett

Rettungskräfte bergen ein Güllefass aus einem Gleisbett
am Dienstag, 29.11.2022 - 05:00 (Jetzt kommentieren)

In Bayern konnte ein Zugunglück durch eine Vollbremsung gerade noch verhindert werden. Ein Güllefass war in ein Gleisbett gerutscht. Dem Landwirte drohe nun eine Anzeige.

Wie die Polizei Oberbayern Süd berichtet, ist es Freitag auf der Bahnlinie Bad Tölz-Schaftlach im Gemeindegebiet Reichersbeuern im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen beinahe zu einem schweren Zugunglück gekommen.

Das Güllefass an einem Traktor war dort in das Gleisbett gerutscht. Der Lokführer konnte durch eine Vollbremsung ein Zugunglück gerade noch verhindern. Dem Landwirt drohe nun einen Anzeige, so die Polizei.

Landwirt fährt mit Güllewagen zu nah an Bahnstrecke

Ein 60-jähriger Landwirt aus Reichersbeuern hatte gegen 16.30 Uhr mit seinem Traktor einen vollbeladenen Gülleanhänger zu nah an das Gleisbett gelenkt. Durch sein hohes Gewicht drohte der Anhänger in den Gleisbereich zu rutschen, meldet die Polizei. Der Lokführer des herannahenden Zuges aus Bad Tölz habe mit einer Vollbremsung einen Zusammenstoß gerade noch verhindern können. Nur wenige Meter vor dem Anhänger sei der Zug zum stehen gekommen.

Das Güllefass wurde zunächst mit einer Pumpe geleert und anschließend von einem Bergekran geborgen, erklärt die Freiwillige Feuerwehr Reichersbeuern. Der Landwirt müsse laut den Beamten nun mit einer Anzeige wegen gefährlichen Eingriffes in den Bahnverkehr rechnen.

Mit Material von Polizei Oberbayern Süd, Freiwillige Feuerwehr Reichersbeuern

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