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Dorf und Familie

Zukunft der Höfe, Probleme im Raps, Kastration von Katzen

Externer Autor
am
26.09.2014

Wie sehen die landlive-User ihren Hof in 10-15 Jahren? Probleme mit Erdflöhen im Raps. Dazu die Frage, ob in Zukunft alle Katzen kastriert werden müssen?

Kastrationspflicht für freilaufende Katzen in MV zum Ende des Jahres?

Mim macht auf dieses Thema aufmerksam: "Zitat: Mecklenburg-Vorpommern plant  Katzenverordnung Rostock - Bis spätestens Ende 2014 soll in Mecklenburg-Vorpommern eine landesweite Katzenverordnung eingeführt werden. Damit solle das unkontrollierte Vermehren von freilaufenden Katzen begrenzt werden, sagte ein Sprecher von Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Mittwoch. Besitzer von Freigängerkatzen müssen künftig dafür sorgen, dass ihre Tiere kastriert sind. Dies wird durch einen Mikrochip dokumentiert. Wie Angelika Streubel vom Rostocker Tierschutzverein sagte, könne so erreicht werden, dass das Katzenelend in den Städten und auf dem Land aufhört. In Rostock sei dank der städtischen Verordnung ein deutlicher Rückgang von Jungtieren zu bemerken. Dort existiert diese Regelung bereits seit Juni 2013. (dpa/mv)" Uiuiuiui - wenn ich das auf die ganzen Bauernhofkatzen hochrechne - gibt's demnächst katzenfreie Bauernhöfe?"
Auf den Kommentar von Biobauer: "Wichtig wären doch die wirklich wilden Katzen, und die erwischte entweder nur mit der Falle oder nachhaltig mit der Kugel." meint Alter_Hase: "Und wie viele dieser "wirklich wilden Katzen" kommen von den eingangs zitierten "Bauernhofkatzen" aufgrund ungezügelter Vermehrung und unterlassener Fütterung? Könnte eine solche Verordnung auch bei uns in Bayern nur begrüßen! Wird zwar nicht alles zum Guten wenden, aber einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Hast Du eine Ahnung, wie viele Millionen in Deutschland von diesen streunenden Stubentigern jedes Jahre gefangen werden? Da ist es schon viel einfacher, mit dem Finger auf die Vogelfänger in den Mittelmeerländern zu deuten. Aber deren Beute macht nur einen Bruchteil allein der deutschen Hauskatzen aus."
Darauf antwortet Schaumburger: "Die wenigsten Bauerhöfe dienen oft als Ersatztierheim wenn der Halter sich nicht ins Tierheim traut. Autotür auf, Katze raus und schnell weg. So kamen unsere Katzen zu 99 % auf den Hof. Entweder wurden sie kastriert und durften hier bleiben, oder sie mussten in den Katzenhimmel gehen."

Wo seht ihr euren Hof in zehn bis 15 Jahren?

peterschiller stellt diese Frage im Forum: "Ich will eine kleine Umfrage starten, wo ihr euren Betrieb in zehn bis 15 Jahren seht. Die Frage kam uns Gestern beimTreffen unserer alten Arbeitsgruppe und sorgte für rege Diskussion."
Mondscheinbauer80
schreibt: "Ich führe einen Mutterkuhbetrieb im Nebenerwerb, ich denke auch noch in 15 Jahren, evtl noch ein bisschen größer als jetzt, da auf meinem Standort immer wieder Grünland frei wird. Meinen Ackerbau wenn möglich auch ein wenig erweitern."
WeissJohannes
antwortet: "Die Fragestellung find ich recht intressant. Für meinen Teil bin ich zufrieden wenn ich da noch im Vollerwerb bin. Denn um ehrlich zu sein is doch die Zukunft ungewiss.  Was passiert mit den Milchmarkt, Erlös usw. Hier in der Region is keine Auskommen ohne Vieh. Subventionen sinken weiter.Somit wirds no enger für Rücklagen bilden - egal ob Schulden freier Betrieb oder auch nicht. Die Verpächter von Flächen wollen auch immer mehr bzw. es zumindest durchzusetzen."
Hirschtreiber
meint: "Ich bin mit meinem Betrieb gut aufgestellt. Es stehen keine Baumaßnahmen an und in der derzeitigen Gemengelage (Quotenende und knappe Pachtflächen) werde ich auch bestimmt nicht die Milchviehaltung ausbauen. Ich werde die nächsten Jahre den Status Quo erhalten und wenn sich pachtmäßig was ergibt auch zuschlagen um den Stall wieder voran zu bringen. In elf Jahren bin ich 55. Dann möchte ich von meinen Kindern wissen ob und wer einsteigen will. Und dann können wir uns über die Vergrößerung/ Neuausrichtung Gedanken machen."
Alle Meinungen:   https://agrarheute.landlive.de/boards/thread/63479/page/1/


Neonikotinoid-Verbot: Rapserdfloh breitet sich stark aus

Die agrar_heute_redaktion stellt einen Artikel zur Diskussion: "Aus mehreren Rapsanbaugebieten wird von einem starken Auftreten des Rapserdflohs berichtet - als mögliche Folge des Verbots von Neonikotinoid-Beizen. Landwirte sollten Gelbschalten aufstellen: [www.agrarheute.com]"
Ali
kommentiert es wie folgt: "
Da braucht man keine Gelbschalen, denn der Schaden ist auch so sichtbar. Zwei zusätzliche Insektizidbehandlungen im jungen Raps wird jetzt Standart."
Darauf schreibt Pflanzenbauer: "Und ob sich die Verbotsbefürworter jetzt einen Gefallen getan haben, sei mal dahin gestellt. Eine genauere Insektizid-Applikation wie durch Anbeizung ans Saatkorn ist nämlich eigentlich nicht möglich. Durch die Spritzung werden viel mehr insektizide Wirkstoffe in der Umwelt verteilt als durch das Anbeizen ans Korn."
Und Mett meint: "Tja, aber erklär das mal den Imkern. Die machen erst alle blühenden Pflanzen für die Bauern unrentabel, und dann heulen sie rum, dass nur noch Mais und Weidelgras angebaut werden."
Lobbylandwirt antwortet: "Das wird diese Gruppe nicht interessieren. Man hat sie vorab häufig darauf hingewiesen, dass sie einen Pyrrhussieg erringen wollen. Sie haben trotzdem auf das Verbot gedrängt und sie nutzen die Reaktion der Bauern jetzt, um noch mehr Verbote durchzusetzen und wieder einen Pyrrhussieg zu erringen." 

Mittel um einen Sommer- zum Winterdiesel zu machen ?

Immenfreund möchte Wissen: Es ist zwar ein altes Thema. Möchte jedoch von euren neuesten Erfahrungen lernen. In einem meiner Trekker habe ich noch ca. 100 L Sommerdiesel drin. Das wird bis zur Kälteperiode auch so bleiben. Welche Mittel habt ihr bisher verwendet, bzw. was ist so das Neueste um ein Versulzen bei Kälte zu verhindern, bis ca. - 25 Gard Celsius? Benzin, Petroleum möchte ich nicht zumischen. Liqui Moly sagt, dass man mit ihrem Diesel-Fließ-Fit den Trekker nur bedingt winterfest machen kann, so bis - 10 C, obwohl auf den ersten Blick was mit - 31 C suggeriert wird, also praktisch nur ein Übergangsdiesel. Denke, so wird es bei vielen Mitteln sein." christiannds meint: "Du bewegst den Trekker von heute nicht mehr, in der Kälteperiode aber auf jeden Fall? Wie kalt wird denn die Kälteperiode? Das sicherste dürfte ablassen und reinen Winterdiesel drauf sein"
Und Seebauer: "Mein Statement, nehme an du fährst nicht allzuviel, wenn es dann soweit ist, fragst an der Tankstelle, ob sie schon Winterdiesel haben. Dann pumpst deine Schlepper leer, fährst zur Tanke und füllst alle auf, und bist bis zum Frühjahr versorgt. Falls du keine Pumpe hast, musst du halt abschlauchen, wirst schon hinkriegen, die Dieseldiebe machen das ja auch und meist bei Nacht."
Ali schreibt: "Sommerdiesel kann man mit Fließfit schon winterfest machen, nur im Tank geht das schlecht. Der Diesel muss über + 5° sein und mit dem Zusatz gut vermischt werden und dann muss das auch noch in die Filter und die Einspritzpumpe bevor der Winter kommt. Mein Mähdrescher bekommt das schon zwei Tankfüllungen vor Ende der Ernte in den Tank. Sommerdiesel bekommt 150 ml Zusatz/100 l DK und Winterdiesel noch 50 ml dazu und dann geht ab minus 22 ° C nur der Traktor mit Dieselvorwärmer."

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