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Umwelt

Zusätzliches Geld für Agrarumweltmaßnahmen

von , am
20.11.2009

Erfurt - Im Rahmen des Programms zur Förderung von umweltgerechter Landwirtschaft, Erhalt der Kulturlandschaft, Naturschutz und Landschaftspflege, stellt Thüringens Landwirtschaftsministerium zusätzliches Geld zur Verfügung.

© Sabrina/Fotolia

"Alle zunächst abgelehnten KULAP-Anträge werden nunmehr doch noch positiv beschieden", verkündet Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz. "Ich habe mich entschlossen, durch hausinterne Umverteilungen die fehlenden Mittel zur Verfügung zu stellen. Dadurch wird bereits jetzt eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag erfüllt."

Das Programm zur Förderung von umweltgerechter Landwirtschaft, Erhalt der Kulturlandschaft, Naturschutz und Landschaftspflege in Thüringen (KULAP) gehört zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Förderprogrammen des Freistaats Thüringen. Bei der Teilnahme am KULAP verpflichten sich Landwirte, bestimmte Flächen für fünf Jahre besonders umweltfreundlich zu bewirtschaften. Für diesen Zeitraum erhalten sie eine Förderung. Hierfür sind in Zeitraum 2007 bis 2013 Ausgaben von rund 258 Millionen Euro eingeplant worden.

Finanzierung aus EU-, Bundes- und Landesmitteln

Bereits bewilligt waren 395 Anträge auf Beihilfen für Agrarumweltmaßnahmen auf 18.200 Hektar in Höhe von ca. 1,8 Millionen Euro, nachträglich bewilligt werden nun 629 Anträge für weitere 16.200 Hektar mit rund 2,2 Millionen Euro. Nicht inbegriffen sind laufende KULAP-Verpflichtungen (seit 2007) für 379.000 Hektar (jährlich über 36 Millionen Euro Förderung). Durch die hohe Akzeptanz des KULAP bei den Landwirten in den Jahren 2007 und 2008 waren die geplanten Ausgaben bereits in diesem Jahr ausgeschöpft, so dass Ende September eine Vielzahl von Landwirten Ablehnungsbescheide erhalten mussten.

Neue Bescheide ab Dezember 2009

"Solche Ablehnungen sind unerfreulich, denn einerseits werden dadurch freiwillige Umweltleistungen der Landwirte in Frage gestellt, andererseits entgehen den Betroffenen wichtige Betriebseinnahmen", so Landwirtschaftsminister Jürgen Reinholz. In den nächsten Wochen werden die betroffenen Antragsteller einen positiven Bescheid erhalten. Das Ministerium weist die Landwirte ausdrücklich darauf hin, dass die beantragten Fördervoraussetzungen, ungeachtet der zunächst erfolgten Ablehnung, durchgehend einzuhalten sind. Auch wenn die neuen Bescheide frühestens im Dezember an die Adressaten versandt werden können. (pd)

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