Login
Right Livelihood Award

Zwei Landwirte erhalten Alternativen Nobelpreis

Setzling in der Wüste
am Dienstag, 25.09.2018 - 10:42 (Jetzt kommentieren)

Der Alternative Nobelpreis (Right Livelihood Award) geht in diesem Jahr unter anderem an einen Bauern aus Burkina Faso und einen australischen Agrarwissenschaftler. Die Auszeichnung ehrt Menschen für ihr Engagement für "die Gestaltung einer besseren Welt".

Im Jahr 2018 geht der Alternative Nobelpreis an insgesamt sieben Menschen, die sich gegen Korruption, für Menschenrechte oder gegen Dürre und Hunger in Afrika engagieren.

Der Mann, der die Wüste aufhält

Sawadogo

Einer der Preisträger ist der Bauer Yacouba Sawadogo aus dem afrikanischen Burkina Faso. Er erhält den Preis nach Aussage der Jury "für die Verwandlung von unfruchtbarem Land in lebendigen Wald und für die Weiterentwicklung von lokalem und indigenem Wissen zur Regeneration des Bodens".

Sawadogo gibt sein Wissen und Können in Bezug auf Bodenfruchtbarkeit an andere afrikanische Bauern weiter, bekämpft so den Hunger und unterstützt den Frieden in der Sahel-Zone.

Wiederaufforstung aus Baumstümpfen und -wurzeln

Rinaudo

Ebenfalls aus dem Bereich Landwirtschaft kommt der Australier Tony Rinaudo. Der Agrarökonom beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Aufforstung und Fertilisation von Dürregebieten.

Zu seiner Bekanntgabe als Preisträger kommentierte er: "Diese einfache, kostengünstige und schnelle Aufforstungsmethode hat einen erheblichen Einfluss auf das Leben von Millionen von Menschen. Und trotzdem ist sie auf globalem Niveau noch immer Regierungen, Gebern und auch den Menschen, die sie am meisten benötigen, zu wenig bekannt."

Rinaudos Aufforstungsmethode beruht auf natürlich vorhandenen lebenden Baumstümpfen, -wurzeln und -samen. Diese bilden neue Sprossen, von denen durch Ausschneiden die stärksten im Wachstum begünstigt werden.

Kampf für Menschenrechte und gegen Korruption

Der Alternative Nobelpreis (engl.: Right Livelihood Award) wird seit 1980 jährlich durch eine Foundation vergeben und durch Spenden finanziert. Die beiden Preisträger Yacouba Sawadogo und Tony Rinaudo erhalten jeweils rund 96.000 Euro.

Neben ihnen wurden die Menschenrechtler Abdullah al Hamid, Mohammad Fahad al Qahtani und Waleed Abu al Khair aus Saudi Arabien für ihren Einsatz gegen das totalitäre System in ihrem Heimatland geehrt.

Den nicht dotierten Ehrenpreis erhielten Thelma Aldana (Guatemala) und Iván Velásquez (Kolumbien) als Anerkennung für ihren Kampf gegen die Korruption.

Die Preisverleihung findet am 23. November 2018 in Stockholm statt.

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...