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Umwelt

Zwischenfruchtanbau führt nur zu geringen Treibhausgasemissionen

von , am
31.01.2014

Wien - Der Zwischenfruchtanbau als zentrale landwirtschaftliche Maßnahme zum Boden- und Grundwasserschutz führt im Vergleich zur Düngung und Bodenbearbeitung in der Hauptfrucht nur zu geringen Treibhausgasemissionen.

Beim Anbau von Zwischenfrüchten fürs Greening ist auch Selbstmischen erlaubt. © Mühlhausen/landpixel
Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler gekommen, die sich im Rahmen des Klimaforschungsprogramms StartClim mit dem Themenfeld Boden beschäftigt haben. Die 2012 erarbeiteten Zwischenresultate des bereits seit zehn Jahren laufenden Forschungsprojekts wurden jetzt vom österreichischen Landwirtschaftsministerium vorgelegt.
 
Nach Ansicht der Forscher sollten künftige Agrarumweltprogramme darauf achten, dass beim Zwischenfruchtanbau Mischkulturen gefördert und Reinsaaten von Senf vermieden werden.

Waldboden ist größter Kohlenstoffspeicher

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt des StartClim-Projekts war der Waldboden. Hier kamen die Forscher zu dem Schluss, dass die derzeit in Österreich bei Bodenkartierungen oder -erhebungen gemessenen Parameter nicht geeignet sind, die Folgen von Klimaveränderungen auf die Bodenfunktionen zu bewerten. Vor allem fehle der Nachweis der Klimasensitivität des Bodenkohlenstoffs, der zentral für die Bewertung eines Großteils der Bodenfunktionen sei.

Welche Werte braucht eine Gesellschaft zum aktiven Klimaschutz?

Untersucht wurden nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums auch die gesellschaftlichen Werte beim Klimaschutz. Hier hätten die Wissenschaftler festgestellt, dass Wissen allein nicht zwangsläufig zu klimafreundlichem Verhalten führe.
 
Vielmehr bestimmten - oft auch unbewusst - individuelle und kollektiveWerthaltungen das Handeln. Es sei davon auszugehen, dass mancheWerte stärker ein umwelt- und klimafreundliches Verhalten motivierten als andere. An der Universität für Bodenkultur (Boku) wurden dem Ministerium zufolge als zentrales Ergebnis acht relevante Werte identifiziert, darunter Verantwortung für die Umwelt übernehmen und Natur für kommende Generationen schützen, erhalten und respektieren, kritisches Denken und Vernetzung und (fächerübergreifender) Austausch von Wissen und Erfahrungen. Im Fokus des StartClim-Projekts stand auch das Verhalten des Waldbodens nach größeren Störungen wie Windwurf sowie Krankheits- oder Schädlingsbefall.
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