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Hauptgewinn

Landwirt Tönsmann aus Walsrode gewinnt LAND & Forst-Luftbildwettbewerb

Gewinner Traktor
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Redaktion LAND&Forst, LAND & Forst
am
20.12.2018

Hauptgewinn für Landwirt Heiner Tönsmann aus Walsrode: Der Traktor vom LAND & Forst-Luftbildwettbewerb kam für ihn genau richtig. Wer außerdem gewonnen hat.

Mittagszeit in Südkampen, einem dörflichen Ortsteil der Hermann-Löns-Stadt Walsrode. Auf dem Hof Tönsmann herrscht Betriebsamkeit. Gleich hinter dem großen Wohnhaus aus roten Ziegeln rumort ein Traktor. Am Steuer eines betagten  IHC aus dem Baujahr 1973 sitzt Betriebsleiter Heiner Tönsmann.

Er ahnt noch nicht, dass der LAND & Forst-Luftbildwettbewerb heute seinen Tag komplett auf den Kopf stellen wird.

Harte Arbeit mit älterer Technik

Heiner Tönsmann lädt Mist auf einen Anhänger. Ranfahren an den Stall, Ladung aufnehmen, Frontlader hoch, Rückwärtsgang rein, manövrieren, ran an den Anhänger, abladen, Rückwärtsgang rein – und das Ganze wieder von vorn. Harte Arbeit, wenn die Technik aus Zeiten stammt, als der Begriff "Komfort am Arbeitsplatz" ganz anders verstanden wurde als heute.

LAND & Forst auf dem Hof

Während Tönsmann lädt, steigt der Abfahrer aus den Stiefeln. Offenbar soll der beladene Zug erst nach der Pause vom Hof rollen. Doch daraus wird erst einmal nichts. Unangemeldeter Besuch taucht auf und kommt nach kurzer Begrüßung auf den LAND & Forst-Luftbildwettbewerb zu sprechen. Ja, natürlich habe er mitgemacht, sagt Tönsmann ehrlich, aber skeptisch.

Sein Helfer nickt heftig. "Na, ist doch wohl klar", bekräftigt der junge Mann, der Alexander Radtke heißt, eigentlich Elektriker ist, aber an diesem Donnerstag Urlaub genommen hat, um seinem Onkel beim Ausmisten zu helfen.

Am liebsten den Schlepper

Nach der Frage, was er denn am liebsten hätte gewinnen wollen, zieht ein Schmunzeln in das Gesicht des Landwirts: "Wenn schon gewinnen, dann natürlich am liebsten den Schlepper." Die übergroße Skepsis schwindet allmählich, als der Gewinner des Hauptpreises im diesjährigen Luftbildwettbewerb der LAND & Forst seine eigene Postkarte in der Hand hält.

Das kleine Ziehungskomitee hatte sie mit einer dicken "1" markiert. Das musste einfach echt sein.

Zusammen gerätselt

Wie in vielen Familien üblich, war die Lösung des Rätsels bei Tönsmanns Gemeinschaftsarbeit. Seit dem Erscheinen des ersten Bildes im November vorigen Jahres wurde Ausgabe für Ausgabe gesammelt. In der großen Wohnküche liegen die Fachzeitschriften ohnehin griffbereit in Reichweite der Sitzecke am ausladenden Tisch.

Klar, dass der Stapel mit der LAND & Forst besonders hoch ausfällt.

Familie mit Landwirtschaft verbandelt

Tönsmanns Familie ist groß. Mit sechs Schwestern wuchs er in diesem Haus auf. "Alle sind mit der Landwirtschaft irgendwie verbandelt, zwei mit Landwirten verheiratet. Da tauscht man sich immer wieder mal aus", berichtet der Landwirt, der inzwischen mit Lebensgefährtin, Tochter und seiner Mutter im großen Haus der Familie wohnt.

Mutter Ilse trug entscheidend dazu bei, dass die Lösung letztendlich entsprechend der Vorgaben an die Redaktion geschickt werden konnte. Denn sie hatte als einzige noch eine Postkarte parat, auf die sich der Coupon kleben ließ.

Unsicherheit in Sachen Ferkelerzeugung

Der 53-jährige Heiner Tönsmann bewirtschaftet den 1962 von seinen Eltern gegründeten Betrieb allein. Hauptstandbein sind 220 Sauen. Beim bärenstarken Kaffee am Küchentisch kommt das Gespräch schnell auf das, was ihm Sorgen macht.

Die Unsicherheit, wie es mit der Ferkelerzeugung weitergeht, steht obenan. Aber auch, dass es immer schwerer wird, relativ kleine Partien von 160 bis 200 Ferkeln zu guten Preisen am Markt unterzubringen.

Mais für Biogasanlagenbetreiber, Roggen und Triticale

1985, als der damals 20-Jährige den Betrieb übernahm, war er mit 30 Sauen gestartet. Als sich 1998 die Grenzen für die Pauschalierung verschoben, musste er aufstocken, um noch vom Hof leben zu können. 2010 wurde ein Abluftfilter nachgerüstet. Auf 62 ha baut er Mais für Biogasanlagenbetreiber, Roggen und Triticale an. Das Stroh kommt in die Jungsauenabteile. Den Aufwuchs von 13 ha Grünland liefert der Betrieb an Milchbauern.

Mehr über Heiner Tönsmann lesen Sie in der LAND & Forst 51/52. Haben vielleicht auch Sie gewonnen? Die Liste der glücklichen Gewinner können Sie nachfolgend herunterladen.

Und hier noch der Lösungsspruch:

„Wer einen Regenbogen haben will, muss den Regen akzeptieren.“

Gewinnerliste Luftbildwettbewerb zum Herunterladen...

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