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Obstanbau

Altes Land: Obstbauern erwarten gute Ernte

dpa/Ini
am
29.08.2016

Jork - Die Obsternte im Alten Land steht an. Die Experten in einem der wichtigsten Obstanbaugebiete Europas rechnen mit deutlich mehr Früchten als 2015.

Bald werden die Äpfel im Alten Land geerntet. Die Obstbauern in einem der wichtigsten Obstanbaugebiete Europas können zufrieden sein. Experten aus Jork rechnen mit deutlich mehr Früchten als 2015.

Rund 350.000 Tonnen Äpfel, elf Prozent mehr als 2015, werden voraussichtlich gepflückt, sagte der stellvertretende Leiter des Obstbauzentrums Jork im Landkreis Stade, Matthias Görgens. Im vergangenen Jahr wurden in dem Anbaugebiet an der Niederelbe 310.000 Tonnen Äpfel geerntet.

Apfel mit guter Qualität

Mit der Qualität der Früchte sind die Apfelbauern in diesem Jahr zufrieden. "Geschmack und Aussehen sind rundherum sehr gut. Das war in den vergangenen Jahren nicht immer so", sagte Görgens. Ein Grund für die gute Entwicklung der Früchte sei das gute Wetter im Mai gewesen. "Wir hatten eine gute Apfelblüte und gute Bedingungen für die Bienen", sagte Görgens. "Sie konnten die Blüten ausreichend gut bestäuben." Diesmal gebe es besonders viele Jonagold- und Elstar-Äpfel.

Die Haupternte beginnt Anfang September. Die Ernte der Frühsorten wie Collina und Delbarestivale läuft seit etwa zehn Tagen. Sie werden aber nur auf etwa drei Prozent der Fläche angebaut.

Altes Land bietet mehr als zehn Apfelsorten

Insgesamt werden im Alten Land an der Niederelbe mehr als zehn Apfelsorten auf einer Fläche von rund 8.800 Hektar angebaut. Dazu zählen bekannte Sorten wie Jonagold, Elstar und Braeburn, aber auch relativ neue wie die aus Tschechien stammende Sorte Topaz.

Nach Angaben des niedersächsischen Wirtschaftsministeriums ist das Alte Land eines der wichtigsten Obstanbaugebiete Europas. "Es hat eine große Wirkung über die Region Niedersachsens hinaus", sagte Sprecher Manfred Böhling. Im Obstbauzentrum in Jork wird auch viel geforscht. "Andere Obstanbaugebiete richten sich danach - zum Beispiel, wenn es um neue Apfelsorten geht."

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