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Agrarpolitik

Bald harte Obergrenzen für Stickstoff und Phosphor

von , am
13.01.2015

Im Dezember wurde der Entwurf zur Düngeverordnung verabschiedet. Was sich ab 2016 voraussichtlich in Sachen Düngeplanung ändern wird, haben wir für Sie zusammengefasst.

Für jeden Schlag ist künftig eine Obergrenze für die Stickstoff- und Phosphatzufuhr zu berechnen und zu dokumentieren. © landpixel

Als ein Kernelement der aktuellen Düngerechtsreform wird eine präzise vorgeschriebene bundeseinheitliche Sollwertmethode für die Ermittlung des ertrags- und kulturartenbezogenen Stickstoffdüngebedarfs eingeführt. Der Landwirt hat nach diesem Schema jährlich vor der Ausbringung von stickstoffhaltigen organischen und mineralischen Stoffen für jeden Acker- und Grünlandschlag eine Obergrenze  für die maximal zulässige Stickstoff- und Phosphatzufuhr zu berechnen. Dies ist schriftlich zu dokumentieren.

Zuschläge nur noch bei höheren Erträgen

Ausgenommen sind Flächen, auf denen insgesamt übers Jahr pro Hektar nicht mehr als 50 kg Gesamtstickstoff und 30 kg Phosphat zugeführt werden sollen. Der Leitliniencharakter der Empfehlungen der Länderbehörden zur Düngeplanung wird dabei aufgegeben. Betriebsindividuelle Überschreitungen der so berechneten Obergrenze für die Nährstoffzufuhr gelten grundsätzlich als Ordnungswidrigkeit. Nur für unvorhersehbare Sondersituationen z. B. in der Witterungs- oder Bestandsentwicklung, die sich erst nach der Düngeplanung ergeben und für die der Landwirt die Beweislast trägt, darf die tatsächlich ausgebrachte Menge die Obergrenze überschreiten.
 
Was der Entwurf zur Düngeverordnung außerdem vorschreibt, lesen Sie in der LAND & Forst, Ausgabe 03/2015, auf den Seiten 10 und 11.
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