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Private Lagerhaltung von Schweinefleisch

Beihilfesätze für Lagerhaltung von Schweinefleisch veröffentlicht

AgE/agrarheute
am
04.01.2016

Ab dem 4. Januar können Anträge auf Beihilfen für die PLH von Schweinefleischerzeugnissen gestellt werden, die gemäß Artikel 1 beihilfefähig sind.

Laut Amtsblatt (L329) der EU-Kommission vom 15. Dezember, liegen die Fördergelder, je nach Teilstück und Lagerdauer, zwischen 250 Euro/t und 364 Euro/t. Im Vergleich zur letzten PLH-Maßnahme, die am 9. März 2015 begann und knapp zwei Monate dauerte, wurden die Beihilfesätze pauschal um rund 20 % erhöht. In der zuletzt am stärksten in Anspruch genommenen Kategorie 3 für Teilstücke wie Schinken, Schultern, Kotelettstränge und Nacken ohne Knochen werden für die Lagerdauer von 90 Tagen 281 Euro/t und für 150 Tage 305 Euro/t gezahlt. Neu hinzugekommen ist die Möglichkeit, Zuschüsse für die Einlagerung von Schweinespeck mit oder ohne Schwarte zu erhalten. Schweinespeck war eines der Hauptexportprodukte für den russischen Markt. Die von Moskau verhängte Einfuhrsperre für EU-Herkünfte sorgte für starken Preisdruck bei diesem Erzeugnis. Für Marktteilnehmer besteht zudem die Möglichkeit, Schweinefleisch nach Ablauf einer Zweimonatsfrist frühzeitig auszulagern, wenn die Ware in den Drittlandexport geht. Die Mindestlagermenge für die Unterstützung beträgt zehn Tonnen bei entbeintem sowie 15 Euro pro Tonne bei sonstigem Schweinefleisch. Zudem muss eine Sicherheit von 20 % des Beihilfebetrages geleistet werden. Die Anträge beziehen sich auf eine Lagerzeit von 90, 120 oder 150 Tagen.

Interessant wird sein, ob die anlaufende PLH sich positiv auf den Schlachtschweinepreis zu Jahresbeginn auswirken kann und welche Folgen die Auslagerung nach drei, vier oder fünf Monaten haben wird.

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