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Agrarpolitik

Beim ersten Verdacht informieren!

von , am
10.04.2013

Die niedersächsischen Tierhalter fordern von ihren Futtermittellieferanten deutliche Verbesserungen in der Informationspolitik, Schadensabwehr und Schadensregulierung.

Schwachstellen aufarbeiten: Das Landvolk im Gespräch mit der Regionalgruppe Nord des DVT. © von der Brelie

Schon beim ersten Verdacht auf Schadstoffbelastungen im ausgelieferten Mischfutter erwartet die Landwirtschaft eine sofortige und umfassende Information der betroffenen Kunden durch seinen Futtermittelhersteller oder -händler und ein schnelles Handeln. "Unsere Landwirte wollen nicht erst aus den Medien oder per amtlicher Verfügung erfahren, dass ihr Mischfutter nicht einwandfrei sein könnte", sagte Landvolkpräsident Werner Hilse gegenüber Vertretern der Regionalgruppe Nord im Deutschen Verband Tiernahrung (DVT).
Das Landvolk hatte den Termin anberaumt, um die  zuletzt mehrfach festgestellten Schwachstellen anzusprechen und die Erwartungen des Berufsstandes an einen empfehlenswerten Futtermittellieferanten zu formulieren. Einen unverzichtbaren Baustein zur Schadensbegrenzung, auch gegenüber dem Verbraucher, sieht das Landvolk in der unverzüglichen Information. Die Futtermittelproduzenten müssen dazu behördliche Nachfragen sofort bedienen, parallel dazu aber auch die Landwirte als ihre Kunden über potenzielle Gefährdungen bereits ausgelieferter Futtermittel in Kenntnis setzen. Hilse erneuerte bei dem Gespräch im Landvolkhaus auch die Forderung nach einer Übernahme der Schäden, die Landwirten durch mangelhaftes Futter entstehen. Hohe Sicherheitsstandards in der Futtermittelkette sind aus Sicht der Landwirtschaft ebenso unverzichtbar wie Rückverfolgbarkeit und Transparenz. Dazu soll das Gespräch mit der Futtermittelwirtschaft fortgesetzt werden.
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