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Agrarpolitik

Beraterhochschultagung: Wird 2030 ein gutes Bauernjahr?

von , am
14.10.2015

Was die Betriebsleiter von morgen erwartet und was sie von den heute Aktiven erwarten, war Thema der diesjährigen Beraterhochschultagung in Göttingen. Es gab lebhafte Diskussionen.

Betriebsleiter von 2030 bewerteten die Agrarpolitik: Viktoria Graskemper, Magnus Simon-Hallensleben, Carla Proetzel und Jan-Hendrik Schöne, mit Kammerpräsident Gerhard Schwetje (l.) und ML-Abteilungsleiter Thomas Dosch (r). © LWK

Es war eine gute Idee der Veranstalter, über die Erwartungen an die Landwirtschaft des Jahres 2030 diejenigen diskutieren zu lassen, die in 15 Jahren höchstwahrscheinlich die Betriebe ihrer Eltern übernommen haben werden. Nachdem Thomas Dosch, Leiter der Abteilung Agrarpolitik im Landwirtschaftsministerium, und der Betriebswirtschaftler Prof. Ludwig Theuvsen, Universität Göttingen, ihre Vorausschau dargelegt hatten, erhielten die Hofnachfolger das Wort. Den ersten Anstoß hatte Dosch geliefert, als er den Wandel der Begriffe vom Bauern zum Unternehmer kritisch beleuchtete. Daran stieß sich Magnus Simon-Hallensleben aus Bienenbüttel. Hier gebe es keine zwei Seiten, denn ein erfolgreicher Unternehmer müsse stets bäuerlich denken und handeln. Der junge Bankberater will den elterlichen Betrieb übernehmen - wie viel Zeit er dann aber auf dem Acker oder mit einem Schreibtischjob verbringen werde, hänge von der Entwicklung ab.

Zusammenhalt im Dorf bereitet Sorgen

Auch Viktoria Graskemper, die in Göttingen Agribusiness studiert, sieht sich im Jahr 2030 als Chefin auf dem Schweinemastbetrieb der Familie. "Das wird bestimmt nicht mehr der Betrieb von heute sein. Ich werde ihn mit einer ganz innovativen Idee, die mir im Moment aber noch fehlt, in die Zukunft führen", meinte sie zuversichtlich. Bis dahin brauche sie Klarheit, was von ihr erwartet werde. Große Sorgen bereitet ihr der Zusammenhalt im Dorf, den sie bröckeln sieht. 
 
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