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Betriebsführung

Anbauplanung: Jedes Jahr neue Strategien entwickeln

von , am
18.08.2015

Der globale volatile Markt erfordert flexible Lösungen für wechselnde Rahmenbedingungen. Die LAND & Forst stellt in Ausgabe 34 die Frage, ob die relativ starren Fruchtfolgen im Ackerbau noch zeitgemäß sind.

Schon vor der Aussaat sollte man sich Gedanken über die Vermarktung machen. © Werkfoto

Die Anbauplanung für den Acker wird nicht einfacher: Neben dem Markt und der Witterung setzt jetzt auch noch die Politik wieder verstärkt Akzente, nachdem sie sich vor Jahren weitgehend von der direkten Preisgestaltung zurückgezogen hat. In erster Linie sind hier das Greening im Rahmen der EU-Agrarreform, die Förderung der Agrarumweltmaßnahmen und die Abschaffung der Zuckerquoten und -mindestpreise zu nennen. Da gilt es, die Veränderung der Rahmenbedingungen und die Fruchtfolgewirkungen monetär zu bewerten und mit den Deckungsbeitragserwartungen der einzelnen Kulturen zu kombinieren. Während der Ertrag noch relativ einfach zu kalkulieren ist, fängt das Problem bei der Qualität schon an und steigert sich beim Ansatz der zu erwartenden Erzeugerpreise, die jetzt nach der EU-Agrarreform wieder verstärkt politischen Einflüssen ausgesetzt sind.

Wie erkenne ich die erfolgreichen Kulturen?

Eine wichtige ökonomische Bewertungsgröße ist dabei der Deckungsbeitrag der einzelnen Kulturen bis hin zum Gesamtdeckungsbeitrag des Betriebes, aber zunehmend auch der Einfluss der Festkosten, die bei wesentlichen Änderungen in der Ausrichtung des Betriebes auch angepasst werden müssen. Von daher kommt einer Rentabilitätsbetrachtung vom Deckungsbeitrag bis hin zum Unternehmergewinn eine stärkere Bedeutung zu. Bei den Planungsrechnungen bleiben die EU-Prämie wie auch die "weichen" Faktoren in der monetären Bewertung außer Acht. Das heißt, jede einzelne Kultur wird nur mit ihren direkten Erlösen gerechnet. Die Zuckerrüben erzielten in den vergangenen Jahren im Rahmen der durch die Zuckermarktordnung verankerten Anbaumöglichkeiten sehr gute Deckungsbeiträge und Unternehmergewinne und waren damit vielfach die erfolgreichste Kultur im Betrieb. Der hohe Zuckerertrag und der gezielte Anbau der preisstärkeren Fraktionen (Vertrags- statt Übermengen) waren neben den Stückkosten Erfolgsparameter.
 

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 34/2015 auf Seite 12 bis 14. Möchten Sie die LAND & Forst für einen Monat gratis zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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