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Darlehen zur Liquiditätssicherung

Jetzt Antrag auf Liquiditätszuschuss stellen!

LWK Niedersachsen
am
23.02.2016

Oldenburg - Vom 22. Februar bis zum 22. März läuft die 2. Antragsphase für Darlehen zur Liquiditätssicherung. Die Gelder werden tierhaltenden Landwirten mit schweren Liquiditätsproblemen zur Verfügung gestellt.

Das bereits länger anhaltende niedrige Preisniveau auf den tierischen Märkten führt zu schweren Liquiditätsproblemen der tierhaltenden Betriebe. Um den betroffenen Betrieben direkt zu helfen, hat die Europäische Union Deutschland Finanzmittel in Höhe von 69,2 Mio. € zur Verfügung gestellt.

Die 1. Antragsphase auf Gewährung eines Zuschusses lief bis zum 18.12.2015. Nun startet die 2. Antragsphase. Sie läuft vom 22. Februar bis zum 22. März 2016.

Netto-Umsatzerlösrückgang ist entscheidend

Antragsberechtigt sind Milch- und Fleischproduzenten, die einen Netto-Umsatzerlösrückgang von mind. 19% nachweisen können. Für Milcherzeuger zählt dabei das 2. Quartal 2015 im Vergleich zum 2. Quartal 2014.

Für Fleischerzeuger (alle Tierhalter, die Tiere an einen Tierhändler, Tiermäster oder Tierhalter verkaufen) gilt der Zeitraum vom 1. bis zum 3. Quartal 2015 (01. Januar bis 30. September) im Vergleich zum 1. bis zum 3. Quartal 2013.

Ein Darlehensvertrag je Tierhalter

Je Tierhalter wird ein Darlehensvertrag bezuschusst. Allerdings darf ein Tierhalter, der bereits mit dem 1. Antragsverfahren einen Zuschuss erhalten hat, im zweiten Antragsverfahren mit einem zweiten von ihm abgeschlossenen Darlehensvertrag einen Zuschuss beantragen.

Verteilung der Liquiditätszuschüsse über 2-Säulen-System

Die Gelder werden in Form eines 2-Säulen-Systems den tierhaltenden Landwirten zur Verfügung gestellt. Mit der 1. Säule werden den Landwirten Darlehen zur Liquiditätssicherung gewährt.

Mit Hilfe der 2. Säule wird ein Zuschuss zu einem zur Liquiditätssicherung aufgenommenen Darlehen bewilligt.

Der Liquidität dienendes Darlehen aufnehmen

Die erste Säule besteht aus der Aufnahme eines der Liquidität dienenden Darlehens bei einem Kreditinstitut. Diese Kredite können mit Eigenmitteln der Hausbank oder aber durch Mitteln der Rentenbank finanziert werden. Damit ein Zuschuss gewährt werden kann, dürfen Fleischerzeuger ein solches Darlehenerst nach dem 1. Januar 2015, Milcherzeuger erst nach dem 1. April 2015 aufgenommen haben.

Darlehen aus Mitteln der Rentenbank

Wird bei der finanziellen Ausstattung des Liquiditätsdarlehens auf die Mittel der Rentenbank zurückgegriffen (Programmnr. 246), beträgt die Laufzeit des Darlehens vier, sechs oder zehn Jahre. Berücksichtigt wird mindestens ein Tilgungsfreijahr.

Diese Liquiditätssicherungsdarlehen sind durch die Hausbank zu beantragen und werden gewährt, wenn ein Ergebnisrückgang von mind. 30% nachgewiesen werden kann. Der Zeitraum ist nicht definiert, damit möglichst viele finanzgefährdete Betriebe teilnehmen können.

Zuschuss beantragen

Die zweite Säule besteht aus der Beantragung eines Zuschusses zum bewilligten Liquiditätsdarlehen. Der Zuschuss beträgt 10 % der Kreditsumme, max. aber 10.000 Euro.

Nach dem 1. Antragszeitraum steht deutlich mehr Geld zur Verfügung als bisher angenommen. Offiziell sind noch 13 Mio. Euro zu vergeben, allerdings ist die Antragsbearbeitung aus der 1. Phase noch nicht abgeschlossen. So kann sich diese Summe noch erhöhen.Reicht das Geld aber nicht aus, wird anteilig die Fördersumme jedes Antragsstellers gekürzt.

Voraussetzung für die Beantragung des Zuschusses

Ein Zuschuss kann beantragt werden wenn:

  • ein Darlehens zur Liquiditätssicherung aufgenommen wurde und
  • der Nachweis der Betroffenheit durch einen erheblichen Rückgang der Netto-Erlöspreise von mind. 19% in den Bereichen Milch oder Fleisch erfolgte.

Je Darlehen ein Zuschuss

    Der Zuschuss kann nur in Verbindung mit einem mittelfristigen Liquiditätsdarlehen (Laufzeit mind. 42 Monate , aber max. 72 Monate ) bewilligt werden, die mit mindestens einem Tilgungsfreijahr ausgestattet sind.

    Je Antragssteller, Darlehen und Antragsverfahren wird jeweils ein Zuschuss gewährt. Antragsstelle ist die Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE).

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