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Infoschrift

ASP-Gefahr: Merkblatt von Landvolk und Landesjägerschaft klärt auf

Wildschwein, Frischling
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
30.04.2018

Was Schweinehalter und Jäger gegen die Afrikanische Schweinepest unternehmen sollten, fasst ein neues Merkblatt von Landvolk und Landesjägerschaft zusammen.

Niedersachsens Tierhalter sind weiter in großer Sorge, weil die Afrikanische Schweinepest (ASP) in den östlichen Nachbarländern nicht abebbt.

Das Landvolk Niedersachsen und die Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN) haben daher in einem Merkblatt Empfehlungen für Landwirte und Jäger veröffentlicht, um ein Übergreifen der Seuche wirksam zu verhindern:

  • Dazu zählt in besonderer Weise ein konsequentes Hygienemanagement, dass die Betriebsleiter immer wieder überprüfen sollen.
  • Zentrale Bedeutung kommt auch der Aufklärung Reisender an den großen Ost-West-Transitrouten zu. Sie dürfen auf keinen Fall Reste tierischer Lebensmittel wegwerfen, da sie ein Übertragungsrisiko der Seuche in die Wildschweinpopulation beinhalten.
  • Jäger können durch eine intensive Jagd auf Wildschweine dem Seuchendruck vorbeugen: Dazu sollten sich Landwirte und Jäger bei der anstehenden Maisaussaat absprechen und beispielsweise mit Bejagungsschneisen die Schwarzwildbejagung in diesen Flächen erleichtern.

Das Merkblatt liegt auch der LAND & Forst Ausgabe 15/18 bei.

Weitere Infos zur ASP

  • Unter www.tierseucheninfo.niedersachsen.de hat das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit aktuelle Informationen zur ASP eingestellt, unter anderem als besonderen Service Merkblätter für Saisonarbeitskräfte in verschiedenen Sprachen.
  • Beim Friedrich-Loeffler Institut gibt es unter www.fli.de ebenfalls eine Fülle an aktuellen und Hintergrundinformationen zu ASP wie auch anderen Tierseuchen.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine hoch ansteckende und anzeigepflichtige Viruserkrankung, die ausschließlich Wild- und Hausschweine befällt. Ein Ausbruch der Seuche würde erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen.

Die EU hat im neuen Jahr bereits mehr als 2.100 neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Europa registriert, zum weitaus überwiegenden Teil in der Wildschweinpopulation.

Afrikanische Schweinepest jetzt auch in Ungarn

In Ungarn ist erstmals die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei einem verendetenWildschwein festgestellt worden. Nach Angaben der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) wurde das hochansteckende Virus am 22. April nahe der StadtGyönyös, rund 80 kmnordöstlich vonBudapest, nachgewiesen.

Noch ist nicht genau bekannt, wie die Einschleppung erfolgte, doch vermutete die OIE weggeworfene Lebensmittel als Ursache der Infektion. In Gyönyös gibt es neben Industrieunternehmen auch zahlreiche Lebensmittelbetriebe wieMilch- undWurstfabriken, in denen auch ausländischeArbeiter beschäftigt sind.

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