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Biodiversität

Blühstreifen: 2019 reicht ein Kreuz im Antrag

Blühstreifen
Christian Mühlhausen
am
05.02.2019

Blühstreifen müssen jetzt nicht mehr aufwändig eingemessen und im Antrag eingezeichnet werden. Dafür reicht in diesem Jahr ein Kreuz.

Für Bejagungsschneisen und Blühstreifen (Biodiversitätsstreifen) ist in diesem Jahr ein Kreuz bei der jeweiligen Kultur ausreichend. Damit ist es so einfach wie der bisherigen Kulturcode „Mais mit Bejagungsschneisen und Blühstreifen“.

Bejagungsschneisen unter 20 Prozent

Beim Antrag ist darauf zu achten, dass Bejagungsschneisen nur einen geringen Teil der Parzellen einnehmen dürfen. Sollte der Streifen größer als 20 % der Parzelle sein, ist eine eigene Geometrie mit eigenem Kulturcode notwendig. Die Kultur 177 (Mais mit Bejagungsschneise) gibt 2019 nicht mehr. Liegt auf der Fläche eine Agrarumweltmaßnahme (AUM), ist das Anlegen einer Bejagungsschneise nicht möglich.

Ökologische Vorrangfläche

Die als Ökologische Vorrangflächen (ÖVF) geltenden „Pufferstreifen auf AL“ (56) und „Feldrandstreifen auf AL“ (58) wurden zusammengefasst als „Puffer-/Feldrandstreifen“ (58). Die Vorgaben sind dieselben wie 2018. Ufervegetation (ÖVF 55) kann bis zu einer Breite von 20 Metern (es gibt keine Mindestbreite) eigenständig, also ohne angrenzenden Puffer-/Feldrandstreifen, als ÖVF anerkannt werden, sofern sie direkt an eine Ackerfläche angrenzt und die Ufervegetationsfläche ein eigener Feldblock ist.

Eine Förderung oder eine Aktivierung von Zahlungsansprüchen gibt es für eine Fläche mit ÖVF 55 nicht. Die Fläche wird ausschließlich im Rahmen des Greenings auf die ÖVF-Verpflichtung angerechnet. Pflanzenschutzmittel dürfen auf den ÖVF Miscanthus und Durchwachsene Silphie ab dem Jahr nach der Anlage der Dauerkultur (Aussaat) nicht mehr eingesetzt werden.

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