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Wolfsmanagement

Cuxhaven: Wölfe sollen besendert werden

Ein Wolf
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
09.01.2018

Der rechtliche Rahmen im Umgang mit dem Wolf soll in Niedersachsen vollständig ausgeschöpft werden. Im Landkreis Cuxhaven will das Land jetzt Wölfe besendern.

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies hat angekündigt, den rechtlichen Rahmen im Umgang mit dem Wolf solle vollständig ausgeschöpft werden. Die Landesregierung will künftig bei diesem Thema "klare Kante" zeigen. „Die Sicherheit der Menschen steht für uns an erster Stelle."

Auch dort, wo Herdenschutzmaßnahmen nicht realisierbar seien, müsse es andere Möglichkeiten im Umgang mit dem Wolf geben. "Dies werde ich auch bei den Sondierungsgesprächen zur Regierungsbildung im Bund zur Sprache bringen und einfordern. Beim Umgang mit auffällig gewordenen Wölfen brauchen wir Klarheit“, sagte Minister Lies.

Im Landkreis Cuxhaven wolle man jetzt

  • schnell eine Besenderung des auffälligen Rudels veranlassen und
  • gegebenenfalls auch Vergrämungsmaßnahmen einleiten.
  • Auch werde der Minister auf den Landkreis Cuxhaven zugehen, um alle praktikablen Möglichkeiten beim Weidetierschutz auszuloten.

Umweltministerium beauftragte Gutachten

Das Umweltministerium hatte vor dem Hintergrund der gehäuften Übergriffe von Wölfen auf Nutztiere in Cuxhaven, und dabei insbesondere Rinder, die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) um eine Stellungnahme gebeten.

Dafür hatte das Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) der DBBW Daten zu den Schadensfällen übermittelt.

Im September 2017 fand eine Begehung statt. Vor Ort waren der Vertreter des NLWKN, des Umweltministeriums, der DBBW, des Landkreises Cuxhaven, sowie Wolfsberater und betroffene Weidetierhalter und Vertreter einer örtlichen Zaunbaufirma. 

Durch Wölfe gerissene Nutztiere nicht ausreichend geschützt

Die Stellungnahme kam zu folgendem Ergebnis:

  • Die durch Wölfe gerissenen Nutztiere im Landkreis Cuxhaven waren nicht ausreichend geschützt.
  • Die Gutachter empfehlen deshalb, den Schutz der Weidetiere zu intensivieren und
  • auch verstärkt mit den Landwirtschaftsbehörden zusammenzuarbeiten.

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies sagte zu den Ergebnissen des Gutachtens: „Die Stellungnahme der DBBW hat uns keine grundlegend neuen Erkenntnisse gebracht." Auch das Ministerium würde intensiv dafür werben, Weidetierbestände wolfssicher einzuzäunen oder Herdenschutzhunde einzusetzen. Dafür sei die Förderkulisse ausgeweitet worden. Herdenschutz sei wichtig.

Lies kündigte an, auch bei seinem Antrittsbesuch als Umweltminister in Brüssel das Thema Wolf auf die Tagesordnung zu setzen.

Mit Material von Niedersächsisches Umweltministerium
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