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Öko-Landbau

Düngeverordnung trifft Ökobauern mit aller Härte

Die Biobauern sind unzufrieden mit dieser Situation. Das ist auf der Informationstagung der Ökoverbände in Verden offenkundig geworden.
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Werner Raupert, LAND & Forst
am
19.01.2018

Die neue Düngeverordnung muss auch im Ökolandbau mit allen Dokumentationspflichten angewendet werden. Ausnahmen gibt es nur wenige.

Dass die Biobauern unzufrieden mit dieser Situation sind, die eigentlich einige ihrer Berufskollegen aus dem konventionellen Bereich mit ständiger Überdüngung der Flächen zu verantworten haben, ist auf der Informationstagung zur neuen Düngeverordnung der Ökoverbände Bioland, Naturlandschaften und Demeter in Verden offenkundig geworden. 

Gerade in der Bio-Gemüseproduktion rollt auf die Ökobauern mit ihren kleineren Parzellen eine Lawine an Nmin-Beprobungen und Dokumentationspflichten zu. Dieser Aufwand  sei von kleinen Familienbetrieben nicht mehr zu leisten und gefährde die Existenz der Betriebe, hieß es von den Besuchern der Infotagung.

Unter diesen Bedingungen verschärfe man den Strukturwandel und zwinge die Kleinbetriebe zur Aufgabe und Verpachtung ihrer Flächen.  Die Bauern forderten ihre Verbandsvertreter auf, sich für Ausnahmeregelungen für Ökobetriebe einzusetzen. Sie hätten die erhöhten Nitratwerte nicht zu verantworten und sollten deshalb auch nicht kollektiv dafür mitbestraft werden. Kopfschütteln hat auch hervorgerufen, dass auch heute immer noch nicht alle Fragen geklärt sind.

 

Hilfestellung zur Düngebedarfsermittlung

Positiv ist, dass die Landwirtschaftskammer seit Weihnachten Hilfestellung gibt und den Landwirten kostenlos im Internet ein EDV-Programm zur Verfügung stellt, mit dem die zwingend vorgeschriebene Düngebedarfsermittlung durchgeführt werden kann. Zur Ermittlung des Düngebedarfs stehen natürlich auch die Mitarbeiter der drei Ökoverbände zur Verfügung.

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