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LWK Niedersachsen

Einkommen: Leicht positiver Trend bei Milchvieh- und Schweinebetrieben

Geld auf dem Tisch
© Mühlhausen/landpixel
von , am
14.02.2017

Nach zwei wirtschaftlich schwierigen Jahren zeichnet sich für Niedersachsens Landwirte jetzt eine positivere Einkommensentwicklung ab.

Die Landwirte in Niedersachsen sehen nach zwei wirtschaftlich schwierigen Jahren endlich wieder Licht am Ende des Tunnels. In einer Prognose für das laufende Wirtschaftsjahr 2016/2017 errechnete die Landwirtschaftskammer Niedersachsen für landwirtschaftliche Haupterwerbsbetriebe ein Einkommen, das leicht über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt liegt.

Sollte sich die Prognose bewahrheiten, werden die Landwirte im Durchschnitt 67.500 Euro erwirtschaften, das sind etwa zehn Prozent mehr als im Mittel der Wirtschaftsjahre 2011/2012 bis 2015/2016.

Besseres Einkommen für Milchviehbetriebe und Schweinehalter

Besonders erfreut zeigte sich der Präsident der LWK Niedersachsen Gerd Schwetje von den Ergebnissen der Milchviehbetriebe und Schweinehalter. Die hatte es in den beiden zurückliegenden Jahren extrem hart getroffen: "Hier können wir nach einer langen Durststrecke erstmals wieder mit etwas besseren Zahlen rechnen."

Als Gründe für diese positive Entwicklung nannte er eine europaweit abnehmende Milchanlieferung und bessere Absatz- und Exportmöglichkeiten für Schweinefleisch. Beides lasse die Preise steigen.

Annähernd kostendeckende Milchproduktion

Bei den Futterbaubetrieben (Milchviehbetrieben) weisen die Prognosen einen Wert von knapp 77.000 Euro aus. Das wäre ein Plus von 48 Prozent gegenüber dem fünfjährigen Mittel.

Damit könnten die Betriebe nach langer Durststrecke erstmals wieder einen Wert erzielen, der eine annähernd kostendeckende Milchproduktion in Aussicht stellt.

Veredlungsbetriebe noch weit entfernt von Unternehmensgewinn

Für die Veredelungsbetriebe (Mastschweine und Ferkel) werden knapp 67.000 Euro vorausgesagt. Das entspräche einem Plus von 30 Prozent gegenüber dem Fünf-Jahres-Durchschnitt. Trotz des positiven Trends wären die Betriebe bei einem solchen Wert aber noch weit davon entfernt, einen Unternehmensgewinn zu erzielen.

"Der Aufwärtstrend muss sich fortsetzen, damit die Tierhalter nach langer Zeit wieder die Möglichkeit haben, aufgeschobene Investitionen durchzuführen und die so wichtigen Risikorücklagen zu bilden", erklärte Schwetje.Um die betrieblichen Folgen des Defizits der letzten Jahre aufzufangen, seien auf dem bekanntlich schwankenden Marktsegment der Fleischproduktion ("Schweinezyklus") sicherlich zwei wirtschaftlich gute Jahre unbedingt notwendig.

Landwirtseinkommen entspricht nicht Wirtschafts-Bruttolohn

„Diese Ergebnisse sind aber nicht mit den Bruttolöhnen in der Wirtschaft zu vergleichen“, relativiert Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, die Zunahme. Von dem Erwirtschafteten seien neben den Privatentnahmen auch betriebliche Investitionen, private Steuern und die Altersvorsorge zu bezahlen. Deshalb seien die meisten Betriebe von einer Nettorentabilität, also einer adäquaten Verzinsung für das eingesetzte Kapital und die eingebrachte Arbeitskraft der Betriebsleiterfamilie, noch weit entfernt.

Die LWK-Prognose der landwirtschaftlichen Einkommen in Niedersachsen basiert auf den Buchführungsergebnissen von Haupterwerbsbetrieben der Vorjahre 2011/2012 bis 2015/2016, auf Ergebnissen des ersten Halbjahres 2016/2017 und auf Trendanalysen. Eine Tabelle mit den Daten können Sie hier herunterladen...

Mit Material von Landwirtschaftskammer Niedersachsen
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