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Berufliche Weiterbildung

Fortbildungsförderung: Neue Anreize für den Berufsaufstieg

Richard Diadem von der LWK Niedersachsen
am
04.08.2016

Sie wollen sich zum Meister, Techniker oder Fachwirt fortbilden? Vielleicht können Sie das neue Aufstiegs-BAföG nutzen. Mehr dazu in der LAND & Forst 31.

Bisher gab es das Meister-BAföG, ab sofort werden die Konditionen attraktiver gestaltet und der Kreis der Berechtigten wird erheblich erweitert. Neu ist auch der Name für das Programm: Aufstiegs-BAföG.

Gefördert werden Personen mit Berufsausbildung oder langjähriger Berufserfahrung, die sich im Rahmen einer beruflichen Aufstiegsfortbildung qualifizieren wollen. Dazu gehören die Fortbildungen zum Meister, Techniker, Fachwirt oder vergleichbare Abschlüsse. Eine Altersgrenze besteht nicht.Auch Hochschulabsolventen, deren höchster akademischer Abschluss ein Bachelorabschluss ist oder die eine vergleichbare Qualifikation haben, können die Förderung in Anspruch nehmen.

Maßnahmen-Beitrag für Teilzeit- und Vollzeitmaßnahmen

Gefördert werden Fortbildungen, die fachlich gezielt auf öffentlich-rechtliche Prüfungen nach dem Berufsbildungsgesetz oder auf gleichwertige Abschlüsse nach Bundes- oder Landesrecht vorbereiten. Unterschieden wird nach Teilzeit- und Vollzeitmaßnahmen.

Für beide gibt es den Maßnahmen-Beitrag. Er besteht aus einem Beitrag zu den Lehrgangs- und Prüfungsgebühren und kann auch einen Beitrag zu den Kosten der fachpraktischen Arbeit (z.B. Arbeitsprojekt) umfassen. Bei Vollzeitmaßnahmen können zusätzlich monatliche Unterhaltsbeiträge geleistet werden.Daneben sind auch Fernlehrgänge sowie mediengestützter Unterricht förderbar.

Fortbildung mit mindestens 400 Unterrichtsstunden

Die Fortbildungsmaßnahme, wie z. B. Vorbereitungskurs auf die Meisterprüfung, muss mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen. Die Förderungshöchstdauer beträgt 36 Monate für Vollzeitmaßnahmen (mind. 25 U-Std./Woche an 4 Unterrichtstagen) und 48 Monate für Teilzeitmaßnahmen (mind. 18 U-Std./Monat).

Für Teilzeit- und Vollzeitmaßnahmen gilt: Es kann ein Zuschuss von 40 % auf die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren gewährt werden. Dabei können Kosten in Höhe von maximal 15.000 € (bisher 10.226 €) in Ansatz gebracht werden. Dieser Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden. Die Hälfte der Kosten für die fachpraktische Arbeit können bis zu 2.000 € (bisher 1.536 €) gefördert werden, neuerdings zu 40 % als Zuschuss (bisher nur Darlehen).

Mehr über das Thema lesen Sie in die LAND & Forst Ausgabe 31/2016 auf Seite 11. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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