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Gülleverschlauchung: So kommt der Dünger schonend aufs Land

Karsten Thuemler aus der Wesermarsch nutzt die Guelleverschlauchung
am Montag, 05.03.2018 - 06:44

Gülle besonders bodenschonend ausbringen: Das geht per Gülleverschlauchung. Landwirt Karsten Thümler aus Birkenheide im Landkreis Wesermarsch nutzt die Technik.

Die Nerven vieler Grünlandwirte in Niedersachsen lagen diesen Winter blank. Düngeverordnung und Dauernässe ließen keine Gülleausbringung zu. Karsten Thümler aus Birkenheide im Landkreis Wesermarsch hat es nicht ganz so hart getroffen. Das liegt an seiner Gülleverschlauchung.

Wirtschaftsdünger bodenschonend ausbringen

„Wenn der Landwirt mit seinem Schlepper ohne Anbaugerät auf der Fläche fahren kann, dann kann ich auch mit der Verschlauchung dort Gülle ausbringen“, beschreibt Thümler die Mindestvoraussetzungen für den Einsatz der Technik.

Die Verschlauchungstechnik besteht aus

  • einer Fronthaspel mit Schlauch und
  • einem Exaktverteiler.

Gülleverschlauchung erfordert mehr Planung

Abgesehen vom Wetter verengt die Düngeverordnung das Zeitfenster für die Ausbringung von Wirtschaftsdünger. Thümler: „Wir müssen jede Möglichkeit nutzen, die Gülle gut aufzuteilen und zu verteilen“. Denn auch die Stickstoff-Wirkung (Effizienz) der Gülle muss erhöht werden.

Eine Schlechtwetterperiode kann das ganze Düngekonzept über den Haufen werfen. Die Gülleverschlauchung schafft Luft, erfordert aber mehr Planung.

Per Transportschlauch vom Fass auf die Flächen

Kurz vor Verschlauchungsbeginn wird der vermessene Transportschlauch vom Güllefass auf dem Betrieb zu den Flächen gelegt. Insgesamt kann Thümler 2,7 km Strecke mit seinen Gülleschläuchen überbrücken. Die Schlauchstücke, die zusammen gekuppelt werden, sind je 100 m lang.

Gülle vorbereiten

Weitentfernte Flächen werden mittels LKW und Feldrandcontainer beschickt. Pro Stunde können mit der Gülleverschlauchung 130 m3 Gülle verteilt werden.

Neben einem Schleppschuhverteiler mit 12 m Arbeitsbreite setzt Thümler auf ganz nassen Flächen auch einen Düsenbalken mit 21 m ein. Dieser strahlt die Gülle wie ein Prallteller nach unten ab.

Das kann der Betrieb tun:

  • Sowohl für die Dauer des Anrüstens als auch für die Arbeitsqualität ist die Vorbereitung der Gülle wichtig.
  • Aufrühren alleine genügt nicht. Es ist wichtig, dass der Betrieb etwa 5% Wasser zur Rindergülle dazu mischt, damit sie gut gepumpt werden kann.
  • Am Fass kann  noch Wasser dazu dosiert werden. So lässt sich die Gülle besser verteilen und gelangt schneller an die Wurzel.

 

Weitere Infos unter www.agrarservice-thuemler.de.

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