Login
Herdenschutz

Herdenschutzhunde: Was Sie über die Förderung wissen sollten

Herdenschutz-Herdenschutzhund-Schafhaltung
Herdenschutz durch speziell ausgebildete Hunde. © Anne Friesenborg
von am
12.12.2017

Die Anschaffung von Herdenschutzhunden kann unter bestimmten Voraussetzungen gefördert werden. Was für einen Antrag wichtig ist, lesen Sie hier.

Die Verbreitung des Wolfes in Deutschland nimmt zu, so dass vor allem Schafhalter ihre Herden mit Präventivmaßnahmen schützen müssen. Eine Möglichkeit ist die Anschaffung von Herdenschutzhunden.

Anträge auf eine Förderung für Herdenschutzhunde können stellen:

  • natürliche und juristische Personen des Privatrechts sowie
  • Personengesellschaften, die eine Nutztierhaltung im Haupt- oder Nebenerwerb betreiben.
  • Reine Hobbytierhalter sind nicht antragsberechtigt.

Herdenschutzhunde in Ausnahmefällen auch bei Rindern und Pferden gefördert

Die Anschaffung von Herdenschutzhunden kann unter bestimmten Voraussetzungen gefördert werden:

  • Zuwendungen sind zum Herdenschutz von Schafen (Herdenmindestgröße 100 Tiere), Ziegen und Gatterwild vorgesehen, in Ausnahmefällen für Rinder und Pferde.
  • In der Regel werden Hunde der Rassen Pyrenäenberghund und Maremmano- Abruzzese oder Mischlinge aus diesen beiden Rassen gefördert.
  • In Ausnahmefällen kann eine Unterstützung für Hunde anderer Herdenschutzhunderassen beantragt werden. Die Tauglichkeit des Tieres muss nachgewiesen werden.
  • Nicht förderfähig sind Folgekosten wie Futter, Hundesteuer, Versicherung, Tierarztkosten, Ausbildung der Hunde und deren Halter.
  • Zuwendungen für Präventionsmaßnahmen sind innerhalb der „Förderkulisse Herdenschutz“ möglich. Diese ist online einzusehen unter www.umwelt.niedersachsen.de
  • Um die Prüfung und Zuchtzulassung der Herdenschutzhunde kümmert sich unter anderem die AG Herdenschutzhunde, Schäferweg 1, 15345 Altlandsberg. Info-Hotline: 0180-65 54 466. Infos auch online unter www.ag-herdenschutzhunde.de

KTBL stellt Kosten für Herdenschutz zusammen

In einer umfangreichen Studie hat das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL) mit Unterstützung der Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände e. V. (VDL) und ihrer Mitgliedsorganisationen sowie Beratungseinrichtungen in über 60 Praxisbetrieben die zusätzlich anfallenden Kosten für Herdenschutzmaßnahmen erhoben. Standardkostensätze wurden ermittelt z. B. für

  • Herdenschutzhunde,
  • Herdenschutzesel,
  • Herdenschutzzaun,
  • Mobilstall auf der Weide,
  • nächtliche Stallhaltung auf dem Hof und
  • nächtliche Behirtung.

Dabei wurde auch der zusätzliche Arbeitszeitbedarf zum Beispiel für die Betreuung der Herdenschutzhunde und die zusätzliche Sicherung und Kontrolle der Zäune berücksichtigt.

Diese Standardkostensätze für Herdenschutzmaßnahmen können Schafhaltern helfen, jene Maßnahmen auszuwählen, die für ihre Herden am besten geeignet sind. Darüber hinaus liefern die ermittelten Werte eine neutrale Datenbasis bei der Vergütung von präventiven Maßnahmen.

Die Ergebnisse zur KTBL-Studie zu den Kosten für Herdenschutzmaßnahmen können Sie hier herunterladen...

Mehr zum Thema Herdenschutz lesen Sie in der LAND & Forst 50/17. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

Die Wolfsvorkommen in Deutschland im Überblick

Wolfsterritorien Deutschland
© Pixabay/agrarheute
Wolfsterritorien Bayern
© Pixabay/agrarheute
Wolfsterritorien Brandenburg
© Pixabay/agrarheute
Wolfsterritorien Mecklenburg-Vorpommern
© Pixabay/agrarheute
Wolfsterritorien Niedersachsen
© Pixabay/agrarheute
Wolfsterritorien Sachsen
© Pixabay/agrarheute
Wolfsterritorien Sachsen-Anhalt
© Pixabay/agrarheute
Wolfsterritorien Thüringen
© Pixabay/agrarheute
Auch interessant