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Milchmengenreduktion

Hilfspaket: Milcherzeuger jetzt Anträge stellen!

Milchvieh am Futtertisch
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
13.09.2016

Die EU stellt kurzfristig 150 Mio. Euro für die Verringerung der Milcherzeugung zur Verfügung. Seit gestern können Milcherzeuger ihre Anträge über HI Tier stellen.

Im Rahmen des zweiten Hilfspaketes hat die EU für eine neue Beihilfenregelung Mittel in Höhe von 150 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Milcherzeuger können freiwillig teilnehmen und ihre Milchmengen gegenüber einem Referenzzeitraum in bestimmtem Umfang reduzieren. Bei Vorliegen aller Voraussetzungen erhalten die Antragsteller eine Beihilfe in Höhe von 14 Cent pro Kilogramm reduzierter Milchmenge.

Vorbehaltlich der endgültigen Regelungen der entsprechenden EU-Rechtsvorschriften und des Bundesrechtes gelten derzeit folgende Eckpunkte zum Beihilfeverfahren:

  • Zuständige Stelle ist in Niedersachsen die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Adresse: Landwirtschaftskammer Niedersachsen, GB Förderung AG 2.1.2 MRP, Johannsenstr. 10, 30159 Hannover oder PF 269, 30002 Hannover.
  • Antragsberechtigt: Milcherzeuger, die mindestens bis einschließlich Juli 2016 Milch an Erstaufkäufer (Molkerei, Erzeugerzusammenschlüsse) vermarktet haben. Direktvermarkter sind nicht antragsberechtigt.
  • Antragsverfahren: Online über die HIT-Datenbank, voraussichtlich ab 12. September 2016.
  • Antragsfrist: 21. September 2016, 12.00 Uhr: Es gilt der Eingangsstempel bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Johannssenstr. 10, 30159 Hannover mit Datum und Uhrzeit!
  • Nachweise: Status Milcherzeuger im Juli 2016 durch Milchgeldabrechnung der Molkerei oder des Erzeugerzusammenschlusses für die Monate Oktober bis Dezember 2015 beziehungsweise entsprechende vergleichbare Nachweise (Molkereinachweis).
  • Anforderungen an die förderfähige Reduktionsmenge: mindestens 1.500 Kilogramm (Ausschlusskriterium), die Beihilfe wird nur für maximal 50 Prozent der im Referenzzeitraum abgelieferten Milchmengen gewährt.
  • Auszahlung der Beihilfe: Nach Bewilligung des Zahlungsantrags voraussichtlich ab März 2017.
  • Kürzungen der förderfähigen Antragsmenge: sofern Antragsmengen beziehungsweise der entsprechende Beihilfebetrag EU-weit das gesamte Förderbudget von 150 Millionen Euro übersteigen, wird entsprechend der EU-Vorgaben gekürzt.
  • Je Kilogramm freiwillig reduzierter Milchanlieferungsmenge werden 14 Cent an Beihilfe gewährt.

Nachfolgend zum Herunterladen:

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