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Perspektiven der Landwirtschaft

Mein Hof wird "digital"

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Vienna Gerstenkorn
am
25.10.2017

Die Daten für die Schlagkartei mit dem Smartphone erfassen, und auf Twitter was für das Image der Landwirte tun. Was „Digitalisierung“ für junge Landwirte bedeutet, klärt eine Veranstaltung bei Fricke in Heeslingen.

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Wenn Thore Carstens (29) so richtig „auf Hundertachtzig“ ist, weil jemand seinen Berufsstand verunglimpft, dann zückt er schon mal das Smartphone, spricht deutliche Worte in die Kamera und postet das Ganze bei Facebook. „Das kann auch mal nach hinten losgehen“, sagt der junge Landwirt, der deswegen auch schon mal einen kleinen Rechtsstreit mit einem Zeitungsverlag hatte – aus dem er aber ohne die angedrohten Konsequenzen wieder herausgekommen ist.

Digitalisierung ist mehr als nur Facebook

„Digital“, das ist aber für den ausgebildeten Landwirt nicht nur Facebook oder „Mails checken“ auf dem Smartphone. Vom Melkroboter, der von der Temperatur der Milch über die Leitfähigkeit bis hin zum Kuhgewicht alles erfasst, bis hin zum „ganz normalen“ Kraftfutter-Transponder oder der Ackerschlagkartei per Smartphone.

Während seiner Ausbildung, bei seiner Arbeit als Betriebshelfer für den Maschinenring und auch zu Hause auf dem elterlichen Milchviehbetrieb, in den der jüngere Bruder gerade einsteigt, bekommt Thore Carstens die ganze Bandbreite der digitalen Möglichkeiten auf dem Hof zu sehen.

Manche Betriebe würden komplett auf Hightech setzen, andere würden hier nur das Nötigste einsetzen. „Manches möchte man nachmachen, manches gewiss nicht“, sagt Carstens.

„Am liebsten mache ich mir einfach eine Excel-Liste, wenn es um betriebliche Daten geht“, ist der Junglandwirt ganz pragmatisch. „Da bestimme ich die Formel selbst und kann alles so eingeben, wie es mir passt“. Auf dem elterlichen Betrieb würde man dann per Whatsapp-Gruppe schnell austauschen, welche Kuh gebullt hat.

Wer es noch ausgeklügelter mag, für den hält der Markt auch spezielle Programme bereit, mit denen sich der ganze Betrieb, vom Kuhfutter bis zur Bodenproben managen lässt.

Infoveranstaltung bei Fricke in Heeslingen

Welche Möglichkeiten es gibt, und welche für den eigenen Betrieb sinnvoll sein können, das diskutieren Junglandwirte, Landjugend, Wissenschaftler, Software-Anbieter und Politiker am 10. November bei einer Infoveranstaltung auf dem Gelände der Landtechnikfirma Fricke in Heeslingen.

Thore Carstens wird für die Landjugend seine Erfahrungen darstellen, Henrik Brunkhorst aus Stadthagen/Lindhorst für die Junglandwirte Niedersachsen. Nach einem Blick in die Zukunft der „künstlichen Intelligenz auf den Höfen“ und einer Diskussionsrunde mit Politikern gibt die Firma Fricke einen exklusiven Einblick in das Europazentrallager für Ersatzteile der Fricke-Eigenmarke "Granit".

Kostenlose Anmeldung bis Freitag, den 3. November unter perspektiven.nlj.de oder unter der Telefonnummer 0511-36704-45.

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