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Siliermittel

Immer gut dosieren

am Freitag, 24.08.2018 - 17:56

Wird das Siliermittel schlecht verteilt, kann es nicht ausreichend wirken. Ein erfolgreicher Siliermitteleinsatz will vorbereitet sein.

Je nachdem, ob flüssige oder streufähige Siliermittel eingesetzt werden, stehen unterschiedliche Dosierungstechniken zur Verfügung.

  • Am Feldhäcksler kann das Siliermittel über Düsen direkt vor dem Einzug in die Häckseltrommel oder am Auswurfkrümmer appliziert werden. Biologische Siliermittel vertragen keine hohen Temperaturen, die gebrauchsfertigen Siliermittelsuspensionen dürfen nicht durch maschinelle Abwärme erhitzt werden.
     
  • Werden mit dem Dosiergerät Milchsäurebakterien und chemische Siliermittel appliziert, muss die Pumpleistung des Dosiergerätes variabel sein. Das Beimpfen des Futters mit Milchsäurebakterien erfolgt mit relativ geringen Aufwandmengen von 1 bis 2 Litern je Tonne. Chemische Siliermittel werden mit deutlich höheren Dosierungen von bis zu 6 Liter je Tonne (bzw. kg /Tonne Frischmasse) eingesetzt.
     
  • Bei Dosiergeräten für Milchsäurebakterien mit extrem geringen Aufwandmengen  (“ULTRA Low Volume (ULV) Dosiergeräten“) ist es möglich, anstatt der herkömmlichen Dosierung von 1 bis 2 Litern Bakterienlösung je Tonne Frischmaterial nur noch circa 250 ml und weniger je Tonne eines Bakterienkonzentrates einzusetzen. Um bei diesen Minimalmengen noch eine akzeptable Dosierung zu erzielen, bedarf es neben der Technik auch der Kontrolle. In der Praxis haben sich zur Ermittlung der exakten Aufwandmenge des Siliermittels die Wägung von mindestens drei Silierwagen und die Bemessung des Siliermittelverbrauches bewährt.

Lesen Sie hier: Siliermittel für Maissilagebereitung gezielt einsetzen

Eine komplette Auflistung über alle Siliermittel mit DLG-Gütezeichen finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft unter www.guetezeichen.de.