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Landwirtschaftsministerium

Immer mehr Biohöfe in Niedersachsen

Dinkel auf dem Acker
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
11.07.2017

Die Zahl der Biohöfe in Niedersachsen ist im vergangenen Jahr um neun Prozent gestiegen. Die ökologisch bewirtschaftete Fläche nahm sogar um 20 Prozent zu.

In Niedersachsen gibt es immer mehr Biobauern: Die Zahl der Biohöfe ist im vergangenen Jahr um 9 Prozent und die ökologisch bewirtschaftete Fläche sogar um 20 Prozent gewachsen. Diese Zahlen teilte das Landwirtschaftsministerium jetzt in Hannover mit.

Ende 2016 gab es in Niedersachsen 1.646 Biohöfe. Das waren 4,2 Prozent aller Betriebe. Insgesamt wurden 87.212 Hektar ökologisch bewirtschaftet. Das waren 3,4 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche.

Das Ministerium stützt sich dabei auf Zahlen des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves). Diese liegen höher als vom Landesbauernverband am Montag ausgewertete Zahlen des Landesamtes für Statistik. Das Laves erfasst auch Höfe mit weniger als fünf Hektar Fläche und weniger als zehn Rindern.

Biohöfe mit deutlich mehr Grünland

Nach der Statistik des Landvolkes hat sich die ökologisch bewirtschaftete Fläche und die Zahl der Biohöfe zwischen 1999 und 2003 verdoppelt, um dann zehn Jahre fast konstant zu bleiben. Danach gab es wieder einen Zuwachs. Zugleich sank die Gesamtzahl der Bauernhöfe um 9,4 Prozent. Im Schnitt bewirtschaften die Höfe etwa 70 Hektar.

Der Grünlandanteil der Biohöfe liegt mit 54 Prozent etwa doppelt so hoch wie im konventionellen Bereich. Im Gegenzug ist das Ackerland je Betrieb durchschnittlich 20 Hektar kleiner, hieß es vom Bauernverband.

Bei mehr als 10.000 Hektar der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Niedersachsen handelt es sich um ertragsarmes Dauergrünland. Davon werden rund 7.600 Hektar ökologisch bewirtschaftet. Diese Flächen sind im Nordosten des Landes und im Harz besonders häufig zu finden.

Mit Material von dpa
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