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Sonderkulturen

Interaspa praxis 2017: Neues Konzept überzeugt

Die Bodenbehandlung per Soilsteam auf der Interaspa praxis 2017
Steffen Bach
am
11.09.2017

Aussteller und Besucher trotzten in der vergangenen Woche bei der ersten Auflage der „Interaspa praxis“ rund um Visbek dem stürmischen Wetter. Was es zu sehen gab.

Mit dem neuen Konzept hatten die Macher der Interaspa praxis den Nerv des Publikums getroffen. Die Mischung aus Messe, Vorträgen und Praxisvorführungen kam bei den Fachbesuchern aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland gut an. In den Hallen, Gewächshäusern und auf den Freiflächen des Erdbeerhofes Osterloh in Visbek hatten über 200 Unternehmen ihre Stände aufgebaut.

Viele Neuheiten zeigten, die Anbauer von Sonderkulturen sind innovativ und voller Ideen. Praxisnahe Informationen erhielten die Besucher auch auf den rund um Visbek gelegenen Außenstellen der Messe, die mit Shuttlebussen erreicht werden konnten.

Sonderkulturen und Direktvermarktung auf dem Programm

Die Besucher interessierten sich besonders für Anbau, Verpackung und Vermarktung von Spargel, Erdbeeren, Strauchbeerenobst, Steinobst und Kernobst. Bei den vielen Direktvermarktern unter den Messegästen waren zudem neue Ideen bei der Produktpräsentation und Verarbeitung gefragt.
 

In der „Beratermeile“ wurden den Besuchern ein umfassendes, kostenloses Beratungsangebot und der direkte Kontakt zu unabhängigen Fachleuten geboten. Dort informierten auch die Fachleute der Landwirtschaftskammern Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen.

Erntemaschinen für Heidelbeeren und Spargel

Ein Trend im Sonderkulturenanbau bleibt die weitere Mechanisierung und Automatisierung. So wurden ein Vollernter für Heidelbeeren und eine Spargel-Erntemaschine präsentiert. Mit ihrem Raupenantrieb kann die Spargel-Erntemaschine Chris der Firma Christiaens Agro auch unter schwierigen Bodenbedingungen arbeiten.
 

Der Spargel wird geschnitten und dann durch eine Kombination von Sternen und Kettensieben aus dem Damm nach oben gebracht. Der Boden wird dabei gesiebt und die Stangen gelangen auf ein Förderband. Zum Schluss wird der Damm wiederaufgebaut.

Bodenbehandlung mit heißem Dampf

Kare Jan Johannsen und Hans Kristian Westrum von der Firma Firma Soil Steam International AS waren aus Norwegen angereist, um ihre Technik zur Bodendämpfung im Erdbeeranbau vorzustellen.

Die beiden Norweger erläuterten, dass nach Versuches der LWK Niedersachsen Nematoden und Unkräuter durch die Behandlung des Bodens mit 95 °C heißen Dampf effektiv bekämpft werden können. Ein längerer Nachbau auch von Gemüse, wie beispielsweise Möhren, sei so möglich. Aus Sicht der LWK könne durch das Bedampfen außerdem mindestens eine Herbizidspritzung eingespart werden.

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