Login
Gesetzentwurf

Junglandwirte Niedersachsen: Pachtpreisbremse als leeres Versprechen

Eric Brenneke, Vorsitzender der Junglandwirte Niedersachsen im Portrait
Eric Brenneke, Vorsitzender der niedersächsischen Landjugend © Sabine Hildebrandt
von , am
29.05.2017

Die Junglandwirte zwischen Weser und Ems kritisieren Niedersachsens Gesetzentwurf zur Sicherung der bäuerlichen Agrarstruktur von Landwirtschaftsminister Meyer.

Als „leeres Versprechen“ haben die Junglandwirte zwischen Weser und Ems den Entwurf von Landwirtschaftsminister Christian Meyer für ein Gesetz zur Sicherung der bäuerlichen Agrarstruktur in Niedersachsen (NASG) kritisiert.

Nach Angaben des Landvolks Niedersachsen befürchtet der Berufsnachwuchs, dass das von Meyer sehr plakativ formulierte Ziel „Bauernland in Bauernhand“ sich genau ins Gegenteil verkehren werde.

Landjugend: Sprengstoff für bäuerliche Agrarstruktur

Der Entwurf zum Agrarstruktursicherungsgesetzes berge sehr viel „Sprengstoff für die bäuerliche Agrarstruktur“, erklärte der Vorsitzende der Junglandwirte Niedersachsen, Eric Brenneke. Er sieht zudem den dörflichen Frieden in Gefahr.

Brenneke hob hervor, dass die Junglandwirte eine Beteiligung der jungen Generation an dem Gesetzentwurf erwarteten, denn mit diesem Gesetz werde über ihre Zukunft entschieden.

Landjugend listet Nachteile auf

Der Berufsnachwuchs hat in einem Brief an den Agrarausschuss des niedersächsischen Landtags einige Beispiele aufgelistet, um die befürchteten Nachteile darzustellen. Folgende Punkte wurden aufgeführt:

  • Durch das Vorkaufsrecht der Siedlungsgesellschaften sieht die Landjugend einen steigenden Wettbewerb um den knappen Faktor Fläche. Junglandwirten werde damit künftig der Flächenerwerb über den freien Markt deutlich erschwert.
  • Einen zunehmenden Druck auf knappe Flächen dürfte auch das Vorkaufsrecht für Ersatzflächenpools sowie Naturschutzverbände auslösen.
  • Mit Blick auf die Naturschutzverbände sieht die junge Generation auf den Höfen sogar einen Rückschritt, da die geplanten Regelungen hinter die bestehenden zurückfielen.
  • Als Ohrfeige für die Qualität ihrer beruflichen Qualifikation stufen die jungen Landwirte das geplante Prinzip der Gleichstellung von Interessenten mit Betriebskonzept ein. Es fehle die Kontrolle zu dessen späterer Umsetzung.

Aus diesen Gründen bedürfe der Gesetzesvorschlag einer grundlegenden Überarbeitung.

Auch interessant