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Betriebsführung

Junglandwirtetag: Sich immer wieder auf Neues einlassen

von , am
01.07.2015

Bloß keine Angst vor der Zukunft: Wer die Chancen erkennt und diese im landwirtschaftlichen Betrieb erfolgreich umsetzen will, der darf sich nicht von alten Gewohnheiten aufhalten lassen. Man muss sich immer wieder neu fordern.

Begrüßung vor der Tagung in der Bonner Uni (von links): Ulrich Westrup, Vizepräsident der DLG, Bernhard Conzen, Präsident Rheinischer Landwirtschaftsverband, Stefan Teepker, Vorsitzender Junge DLG, Dr. Reinhard Grandtke, DLG-Hauptgeschäftsführer. © Ahlers

Es gilt insbesondere, "den inneren Schweinehund zu überwinden", wie Persönlichkeitstrainer Marco von Münchhausen den rund 200 Teilnehmern der Jahrestagung der Jungen DLG kürzlich in Bonn mit auf den Weg gab. Sein Appell klingt einfach: "Stecken Sie sich ein Ziel, so als ob Sie mit dem Rad zur Arbeit fahren und setzen Sie es täglich um! Sie müssen das sechs bis acht Wochen ohne Ausnahme durchhalten, dann wird es zur Gewohnheit!" Ansonsten gelte nämlich schnell der Dreiklang: erst ausfallen lassen, dann öfter schleifen lassen und schließlich ganz sein lassen. 

Schweinehund nicht füttern

Darüber hinaus riet der Persönlichkeitstrainer den Teilnehmern, sich immer wieder auf Neues einzulassen. "Lassen Sie sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen. Sie gehören auf dem Weg zum Ziel dazu". Und er riet dazu, sich immer wieder neu zu fordern, ohne sich zu überfordern. Schließlich mahnte er an, Fortschritte auch zu kontrollieren. "Kontrolle hat einen Doppeleffekt: Zum einen gewinnen Sie Orientierung, wie weit Sie schon gekommen sind. Sie werden erkennen, was zur Erreichung Ihres Zieles noch fehlt und wo Sie Ihr Vorgehen gegebenenfalls anpassen sollten. Zum anderen trägt es jedes Mal zu Ihrer Motivation bei, wenn Sie sich Ihrer Teilerfolge bewusst werden." Oder wie es von Münchhausen knapp zusammenfasste: "Füttern Sie nicht ihren inneren Schweinehund".
 
Und dann kamen die drei Kernbotschaften: Vorfahrt für Neues, langsam starten, anfangs keine Ausnahme zulassen. Der Mindestlohn verstärkt den Preisdruck erheblich Das Tagungsmotto "Alles bleibt anders: Veränderungen - Chancen - Landwirtschaft": bestimmte auch die Podiumsdiskussion um das Thema "Mindestlohn".
 

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