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Studie

Kleine Felder und verschiedene Nutzpflanzen fördern Biodiversität

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Redaktion LAND & Forst, LAND & Forst
am
15.08.2019

In Agrarlandschaften fördern kleine Felder und viele Arten von Nutzpflanzen Biodiversität. Die Uni Göttingen hat dazu geforscht.

Die Biodiversität in Agrarlandschaften kann durch kleine Felder und viele Arten von Nutzpflanzen gefördert werden. Das ist das Ergebnis einer Studie in acht Regionen in Europa und Nordamerika, an der Wissenschaftler der Universität Göttingen beteiligt waren.

  • Vor allem eine Verkleinerung der Ackerflächen unter sechs Hektar führt zu einer stark erhöhten Artenvielfalt. Auf diese Weise können viele Insekten-, Vogel- und Pflanzenarten nämlich unterschiedliche Ressourcen nutzen.
  • Eine Landschaft mit vielen Randflächen fördert die Lebensraum-Vernetzung.

Heterogene Agrarflächen mit deutlich mehr Arten

Die Wissenschaftler untersuchten, ob sich die Artenvielfalt durch eine ökologische Aufwertung landwirtschaftlicher Flächen unabhängig vom Anteil naturnaher Lebensräume fördern lässt. Sie waren überrascht: Eine besondere Bedeutung hat es, wenn Agrarlandschaften durch kleine Feldgrößen und den Anbau von mehr Kulturarten vielfältiger gestaltet sind.

Landschaften mit solchen heterogenen Agrarflächen beherbergen deutlich mehr Arten an Pflanzen, Bienen, Tagschmetterlingen, Schwebfliegen, Laufkäfern, Spinnen und Vögeln als Landschaften, die durch großflächige Monokulturen geprägt sind. So hat eine Verkleinerung der durchschnittlichen Feldgröße von rund 5 auf 2,8 ha den gleichen Effekt auf die Biodiversität wie die Erhöhung des Anteils naturnaher Lebensräume von 0,5 auf 11 %.

Mehr Kulturartenvielfalt führte zu einem ähnlichen Ergebnis, aber nur, wenn die Agrarlandschaften auch einen höheren Anteil naturnaher Lebensräume aufwiesen.

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