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Betriebsführung

Kontinuität bei Beratungsförderung

von , am
26.02.2014

Zur Arbeitsgemeinschaft der Beratungsringe, agb, gehören derzeit 23 Ringe in Weser-Ems mit 78 Beratern. Erreicht werden damit rund 5.200 landwirtschaftliche Betriebe. Die Beratung wird weiterhin finanziell gefördert.

In Niedersachsen werden im laufenden Jahr förderfähige Beratungsleistungen erneut angeboten, Beratungsorganisationen wie LWK und Ringe sind mit eingebunden. © agrar-press
Der agb-Vorsitzende Al-fred Vorwerk konnte zur Mitgliederversammlung in Sage, Landkreis Oldenburg, als Gast auch Gudrun Beer-Gunschera vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium begrüßen.

Die frühere Mitarbeiterin der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ist dort im Bereich Förderung tätig und informierte über die diesbezüglichen Planungen in Hannover.
Laut Beer-Gunschera sollen im aktuellen Jahr und auch 2015 die gleichen Beratungsleistungen gefördert werden wie 2013. Sie betonte, dass das Landwirtschaftsministerium der Beratungsförderung eine große Bedeutung beimesse.

Keine EU-Gelder 2014

Da von Seiten der EU aber derzeit die neue Förderperiode von 2014 bis 2020 noch in der Abstimmung ist, hat Niedersachsen beschlossen, für das laufende Jahr auf eine Kofinanzierung von Seiten Brüssels zu verzichten und die Beratungsförderung nur mit Landesmitteln zu finanzieren.

Dadurch habe man - abgesehen vom geringeren Verwaltungsaufwand - auch zeitlich etwas mehr Spielraum bezüglich der Abgabetermine von den Anträgen, so Beer-Gunschera.
Auch 2014 wieder gefördert werden soll die einzelbetriebliche Beratung (EMS) mit bis zu 80 % der nachgewiesenen Beratungsausgaben (höchstens 1.500 € jährlich je Betrieb). Für das KKL (Kriterium Kompendium Landwirtschaft) soll es in Kürze ein Nachfolgesystem geben, wie agb-Geschäftsführerin Anke Evers informierte. Im Rahmen der Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung von Gesundheit und Robustheit landwirtschaftlicher Nutztiere (GAK Schwein), werden im Bundesland Niedersachsen bei Ferkelerzeugern und Schweinemästern umfangreiche Daten von Beratungs- und Erzeugerringen erfasst und ausgewertet.

Diese Beratungsleistung wird zu 60 % gefördert und ist im Januar 2014 mit einem Antrag auf vorzeitigen Vorhabenbeginn wieder angelaufen. Im vergangenen Jahr sammelten 21 Beratungsringe aus Niedersachsen entsprechende Daten von ihren Betrieben.

Noch Klärungsbedarf

Noch zu lösen ist das Pro-blem, so Beer-Gunschera, dass die Fördergelder künftig nicht mehr direkt an die Landwirte als Antragsteller ausgezahlt werden, sondern an die Beratungsinstitution, sprich die Ringe. Wie hier etwa die Mehrwertsteuer zu handhaben sei, müsse noch abgestimmt werden.

Im abgelaufenen Jahr war die agb wieder Mitveranstalter der Beraterhochschultagung in Göttingen. 2014 ist diese Veranstaltung wieder für den Oktober geplant.
Laut Anke Evers gibt es auch insofern eine positive Resonanz durch die Veranstaltungsreihe, als inzwischen mehrere der neuen Berater/innen und Anwärter/innen in der agb von der Uni Göttingen kommen.

Bei den anstehenden Wahlen zum Vorstand wurden alle vier Vertreter einstimmig für drei Jahre wiedergewählt. Den Bezirk Süd vertritt Alfred Vorwerk, den Bezirk Nord Gerhard Smit, den Bezirk West Markus Röwer und Vertreter der Berater bleibt Norbert Ihorst. Ebenfalls einstimmig wiedergewählt wurde Hinrich Weerts als sein Stellvertreter. Alfred Vorwerk wird weiterhin den Vorsitz im Vorstand übernehmen.

Als Referentin der agb-Mitgliederversammlung stand Andrea Bahrenberg, stellvertretende Pressesprecherin des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes, auf dem Podium. Sie informierte über Reichweite und Möglichkeiten sozialer Netzwerke und neuer Kommunikationswege wie etwa WhatsApp.

Smartphones haben mit ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten inzwischen längst Eingang in den Alltag des landwirtschaftlichen Betriebes gefunden, aber auch für die Beratung bieten sich damit neue Wege und Ansätze.
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