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Ratgeber

Krank durch Stress muss nicht sein

Mann mit Motorsäge am Baumstamm
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
03.03.2017

Krank durch Stress, das kann auch jedem Land- oder Forstwirt passieren. Hier lesen Sie, welche Signale Sie nicht übersehen sollten.

Zuviel Stress macht krank und gerade in der heutigen Zeit ist Stress am Arbeitsplatz weit verbreitet. Das ist auch im land- und forstwirtschaftlichen Bereich der Fall. So auch bei Raimund Maria Herzog. Der Forstwirt hatte sich nach 20 Jahren im Staatsforst vor knapp drei Jahren selbstständig gemacht. „Damit begann die Tretmühle“, berichtet er.

Er investierte viel Geld in Maschinen, stellte Personal ein. „Schlussendlich hatte ich fünf Festangestellte und drei weitere Mitarbeiter als Subunternehmer.“ Neben der Mitarbeit im Wald musste er die Büroarbeit erledigen und reparierte auch seine Maschinen selbst. 70- oder gar 80-Stundenwochen waren eher die Regel als die Ausnahme für Herzog.

    Seminar für Stressmanagement

    Mit Schlafstörungen und Existenzängsten geht er schließlich zum Arzt, besuchte eine Psychologin, ohne Besserung. Schließlich überredete seine Frau ihn, ein Stressmanagement-Seminar der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) zu besuchen.

    Der Forstwirt hatte Vorbehalte, auch wegen der Arbeitszeit, die ihm verloren gehen würde, aber das Seminar erwies sich als Glücksfall. Mehr über das Seminar und viele Tipps für  Sie in der LAND & Forst auf den Seiten 12 bis 14.

      Wann bin ich wirklich krank durch Stress?

      Den Betroffenen ist es meist nicht bewusst, dass sie dabei sind, durch Stress krank zu werden, vielleicht auch ein Burnout-Syndrom mit totaler physischer und psychischer Erschöpfung zu entwickeln. Man weiß ja, woher die Müdigkeit kommt. Doch das Ziel, das man vor Augen hat, scheint es wert, dafür seine eigenen Bedürfnisse zu vernachlässigen.

      Kennen Sie das? Sie wenden Ihre ganze Energie auf und richten Ihr ganzes Leben darauf aus, um ein – vornehmlich berufliches – Ziel zu erreichen? Sie arbeiten mehr und mehr und kommen kaum noch dazu, sich zu erholen und entspannen?

      Warnzeichen, sich jetzt Hilfe zu holen, sind:

      • Man ist ständig müde, die körperliche Leistungsfähigkeit ist deutlich eingeschränkt, normale Alltags-Aufgaben werden zur Belastung.
      • Man kann sich nicht mehr erholen und hat Schlafstörungen.
      • Man verliert die Freude an der Arbeit, Lebensfreude und Zuversicht.
      • Man leidet unter emotionaler Leere und Apathie.
      • Beziehungen verändern sich, man wird abweisender, zieht sich aus dem sozialen Umfeld zurück, oft entstehen auch Konflikte im Beruf oder privat.
      Mit Material von Hilke Lehmann LAND & Forst, BWagrar, SVLFG
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