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Neue Regelung für Zwischenfruchtflächen in Dürreregionen

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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
07.08.2018

Ertragsverluste aufgrund der Dürre sind auch beim Grünland zu erwarten. Tierhalter können jetzt von einer neuen Regelung für Zwischenfruchtflächen profitieren.

Auch auf Niedersachsens Wiesen und Weiden wächst seit Anfang Juni kein Gras nach. Wenn im August keine ergiebigen Niederschläge fallen und eine Grasernte ermöglichen, dann wird es für tierhaltende Betriebe knapp mit dem Futter. Ein Verlust beim Grünland von bis zu 70 Prozent schätzt das Landvolk Niedersachsen in diesem Fall.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat jetzt eine neue Regelung für Flächen mit Zwischenfruchtmischungen in Dürreregionen in Kraft gesetzt. Welche Gebiete unter diese Regelung fallen und welche Bedingungen an den Nachweis des einzelbetrieblichen Bedarfs gestellt werden, ist allerdings noch offen. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

  • Die Flächen müssen im Agrarantrag als ökologische Vorrangflächen (ÖVF) angemeldet sein. Sie dürfen nach einer "Standzeit" von mindestens acht Wochen ab der Einsaat, zu Futterzwecken genutzt werden.
  • Die Regelung soll rückwirkend gelten, d. h. auch für Flächen möglich sein, die bereits mit Zwischenfruchtmischungen bestellt sind.
  • Als Beginn der "Standzeit" ohne Nutzung ist das Datum maßgeblich, an dem alle ÖVF-Schläge vom Betrieb mit einer zugelassenen Mischung eingesät wurden.
  • Die Genehmigung ist bei der Bewilligungsstelle zu beantragen.
  • Details werden noch erarbeitet, wie zum Beispiel zur Frage der Nutzung durch Betriebe ohne eigene Raufutterfresser.
  • Wichtig ist in jedem Fall eine nachvollziehbare Dokumentation des Einsaat-Datums, zum Beispiel mit einem Handy-Foto von der Einsaat mit Datum und Standortdaten (GPS-Koordinaten).

Ackergras in Reinsaat weiter als ÖVF ausgeschlossen

    Für bereits bestellte Äcker fordert das Landvolk auch die unbürokratische Anerkennung anderer Nachweise. Allerdings will das BMEL für die Anerkennung als ÖVF-Greeningfläche weiterhin an den Arten- und Mischungsregeln festhalten. Ackergras in Reinsaat ist daher weiter als ÖVF ausgeschlossen.

    Da es aber auch für die Futternutzung geeignete Mischungen gibt, sollte die Chance jetzt unbedingt genutzt werden, sobald die Bodenverhältnisse, Wettervorhersagen oder Beregnungsmöglichkeiten eine erfolgreiche Bestellung in Aussicht stellen.

    Eine organische Düngung - ohne Mineraldünger und ohne chemischen Pflanzenschutz - ist zulässig, denn es gelten bei einer Ernte noch im Herbst nicht die strengen Auflagen. Aber der Düngebedarf muss ermittelt und dokumentiert werden, informiert das Landvolk Niedersachsen. 

    Mit Material von Landvolk Presse Dienst
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