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Ökolandwirtschaft

Niedersachsen: In der Bio-Nische brummt die Wirtschaft

Oekolandbau-Dinkel
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Ralf Stephan, LAND & Forst
am
12.01.2018

Niedersachsens Ökobauern verdienten im letzten Wirtschaftsjahr mehr als die konventionellen Kollegen. Immer mehr Betriebe stellen um. Hier neue Zahlen.

Eine Blüte erlebt derzeit die Biolandwirtschaft in Niedersachsen: Das Ergebnis der Bio-Betriebe lag im Wirtschaftsjahr 2016/17 im Durchschnitt bei 85.000 Euro pro Jahr.

Die konventionellen Betriebe erwirtschafteten im gleichen Zeitraum mit durchschnittlich 61.400 Euro nur knapp drei Viertel des Ergebnisses der Ökobetriebe. Allerdings: Ein Jahr zuvor hatten die Höfe, die nach ökologischen Grundsätzen arbeiten, im Schnitt noch über 90.000 Euro erwirtschaftet.

20 Prozent mehr Ökobetriebe

Die Zahl der Ökobetriebe stieg bis Ende 2016 im Vorjahresvergleich um 20 Prozent auf 1.646. Das sind gut vier Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe. Das teilte der Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Gerhard Schwetje, am Donnerstag (11. Januar) der Presse in Hannover mit.

In Niedersachsen besonders wenig Biolandwirte

Die ökologisch bewirtschaftete Fläche wuchs ebenfalls um 20 Prozent auf 87.000 Hektar, das entspricht 3,5 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche im Land. Damit ist Niedersachsen bundesweit Schlusslicht beim Anteil der Biolandwirtschaft. Immerhin stammen inzwischen 40 Prozent aller in Deutschland produzierten Bioeier aus Niedersachsen.

Bio nur als Marktnische

Kann angesichts dieser Zahlen der Ökolandbau eine Zukunft für alle Landwirte in Niedersachsen bieten? Die Experten der Landwirtschaftskammer sagen eindeutig nein.  „Bio funktioniert bisher nur als Marktnische und ist deshalb auch nur für eine überschaubare Anzahl von Betrieben eine Alternative“, sagte Schwetje.

Höhere Preise für Bio

Ein Grund für das höhere Einkommen der Biobetriebe sind neben höheren Preisen für Bioprodukte höhere staatliche Subventionen. Sie bilden nach den Berechnungen der Kammer zu einem großen Teil dem Einkommensunterschied zwischen konventionellen und ökologischen Betrieben.

Angesichts der wachsenden Nachfrage nach Bioprodukten erwartet LWK-Präsident Schwetje jedoch, dass die Zahl der Biohöfe weiter in kleinen Schritten steigt.

Mit Material von LWK Niedersachsen

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