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Niedersachsen: Grasernte läuft

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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
14.05.2018

Fast die Hälfe des niedersächsischen Grünlands wird von den Betrieben in der Küstenregion bewirtschaftet. Die Landwirte fahren zurzeit den ersten Schnitt ein.

In den vergangenen Wochen hat die Vegetation gewaltig aufgeholt. Karsten Padeken, Vorsitzender im Landvolkkreisverband Wesermarsch, hat sich im April noch Gedanken über einen verzögerten Erntebeginn auf dem Grünland gemacht.

Inzwischen staunt der Landwirt, wie schnell das Gras auf den Wiesen und Weiden den Rückstand innerhalb weniger warmer Tage aufgeholt hat. Der erste Schnitt auf dem Grünland ist größtenteils bereits eingefahren, die Erntearbeiten haben richtig Fahrt aufgenommen.

5,5 Mio. Tonnen Raufutter in Niedersachsen

In Niedersachsen wurden nach Angaben des Statistischen Landesamtes 5,5 Mio. Tonnen Raufutter geerntet:

  • 4,9 Mio. Tonnen stammen von Wiesen und Weiden,
  • lediglich zehn Prozent werden als Feldgras eingefahren.
  • Der Raufutteranbau hat mit rund 670.000 Hektar in Niedersachsen eine herausragende Bedeutung und rangiert direkt hinter dem Getreide mit rund 900.000 Hektar und vor dem Silomais mit 525.000 Hektar.

Bundesweit wurden vom Grünland im vergangenen Jahr mehr als 30 Mio. Tonnen Gras durch

  • Beweidung,
  • als Frischmasse,
  • Silage oder
  • Heu geerntet.

Das waren 13 Mio. Tonnen als Schnittgut von Wiesen und 17 Mio. Tonnen von Weiden.

    Nässe hinterlässt Struktur- und Nabenschäden

    Ganz vergessen können viele niedersächsische Landwirte den regnerischen Herbst und das nasse Frühjahr allerdings noch nicht. „Die Flächen waren teilweise noch sehr nass und nicht befahrbar, daher könnte sich die Ernte in einzelnen Regionen noch verzögern“, sagt Padeken gegenüber dem Landvolk-Pressedienst.

    Auch Pflegemaßnahmen haben darunter gelitten. Ein Pflegeschnitt sowie Striegel- und Schlepparbeiten konnten nicht überall durchgeführt werden. „Das wirkt sich auf die Qualität aus. Die Landwirte hatten nicht überall die Möglichkeit, die Flächen zu reparieren“, erklärt Padeken.

    Zudem habe die Nässe Struktur- und Nabenschäden hinterlassen. Auf manchen Flächen stand lange das Wasser, das führte zu Ausfällen bei der Ernte.

    Mit Material von Landvolk-Pressedienst
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