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Schweinehaltung

Niedersachsen: Schweineerzeuger für Bestandsschutz im Abferkelbereich

Ferkel in Stall
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
02.05.2018

Nach dem AMK-Beschluss zu neuen Haltungsvorgaben im Abferkelbereich fordert der Landesverband Niedersächsischer Schweineerzeuger unbefristeten Bestandsschutz.

Schwere Zeiten für Ferkelerzeuger: Nach dem Beschluss der Agrarministerkonferenz, dass es neue Haltungsvorgaben geben soll, warnt der Landesverband Niedersächsischer Schweineerzeuger vor dem Aus zahlreicher Familienbetriebe. Daher fordert der Landesverband der Niedersächsischen Schweineerzeuger (LNS) für bestehende Betriebe einen zeitlich unbefristeten Bestandsschutz.

Der Handlungsdruck resultiere

  • aus den Änderungen des Tierschutzgesetzes und
  • den Anforderungen des Magdeburger Urteils.
  • Nach dem Beschluss der Agrarministerkonferenz (AMK) wird nun voraussichtlich auch der Abferkelbereich mit neuen Haltungsvorgaben konfrontiert.

Deutsche Ferkelerzeuger vor zahlreichen Herausforderungen

Die deutsche Ferkelerzeugung stehe momentan somit vor zahlreichen Herausforderungen. Um die Betriebe weiter rechtskonform bewirtschaften zu können, müssen in Kürze erhebliche Investitionen durchgeführt werden.

Aufgrund der restriktiven Baugesetzgebung sind Umbauten momentan ohnehin nicht möglich. Neue gesetzliche Haltungsvorgaben können aus Gründen der Planungssicherheit nur für Neubauvorhaben erlassen werden, so der Landesverband.

Falls Deutschland wieder einmal vorschnell voranprescht, werde dies zahlreiche Existenzen, nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch in den vor- und nachgelagerten Bereichen, kosten.

Zahl der Sauenhalter in fünf Jahren halbiert

Die Zahl der Sauenhalter habe sich bereits in den letzten fünf Jahren mehr als halbiert und damit zu enormen volkswirtschaftlichen Einkommensverlusten geführt und Familienbetriebe zur Aufgabe gezwungen, so der LNS.

Die gesetzlichen Vorgaben liegen in Deutschland erheblich oberhalb dessen, was Erzeuger in EU-Nachbarländern erfüllen. Diese zunehmenden Wettbewerbsverzerrungen habe dazu geführt, dass Deutschland allein im letzten Jahr 11,8 Mio. Ferkel primär aus den Niederlanden und Dänemark importiert hat.

Über den Beschluss der Agrarministerkonferenz hatten wir bereits berichtet:

Mit Material von Landesverband Niedersächsischer Schweinehalter
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