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Trockenheit

Niedersachsens Agrarministerin schließt erneute Dürrehilfe aus

Bewässerung im Dürrejahr 2018
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Redaktion LAND & Forst, LAND & Forst
am
30.04.2019

Weiterhin ist es in Niedersachsen noch viel zu trocken. Doch eine finanzielle Hilfe für betroffene Landwirte wird es nicht geben.

ausgetrockneter Kartoffelbestand 2018

Nach dem Dürre-Sommer des vergangenen Jahres schließt Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast für dieses Jahr eine weitere Nothilfe für die Bauern aus. Bei einer erneuten langen Trockenheit müssten die Landwirte ihr Betriebsrisiko tragen, sagte die CDU-Politikerin in Hannover.

 

Agrarministerin Otte-Kinast: Das ist ein Betriebsrisiko für die Landwirte

Sie gestand zu, dass die Lage angespannt sei. Das Defizit an Regen aus dem vergangenen Jahr sei noch immer nicht aufgeholt. „Ein zweites Dürrejahr werden viele landwirtschaftliche Betriebe vielleicht auch nicht überstehen“, sagte Otte-Kinast. Viele hätten ihre Rücklagen aufgebraucht.

„Ich wünsche mir auch mal gefühlt zwei Wochen Landregen - das brauchen wir alle. Aber ich wünsche mir nicht noch mal eine Dürrehilfe aus Bundes- oder EU-Mitteln. Das ist jetzt wirklich ein Betriebsrisiko, das muss man so deutlich sagen.“

2018 gab es 35,6 Mio. für Landwirte

Im Vorjahr hatte es je zur Hälfte von Bund und Land finanzierte Dürrehilfe für Niedersachsens Bauern von 35,6 Millionen Euro gegeben. Damit werden Betriebe unterstützt, die wegen der Trockenheit in eine existenzbedrohende Lage gekommen sind.

Mitte April waren 2.332 Anträge vollständig geprüft und 17,9 Millionen Euro ausgezahlt worden. Rund 4.600 Anträge wurden bei der Landwirtschaftskammer eingereicht.

Mit Material von dpa/Ini
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