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Niedersachsens Landwirte können jetzt Antrag auf Dürrehilfe stellen

Trockenheit-Trockenschaden-Mais
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
01.11.2018

Viele niedersächsische Höfe sind von der diesjährigen Trockenheit besonders betroffen. Anträge auf Dürrehilfen können jetzt gestellt werden.

Die Dürre 2018 wurde von der Bundesregierung im August 2018 als ein Witterungsereignis von nationalem Ausmaß eingestuft, so dass ein Hilfsprogramm von Bund und Ländern für eine Dürrehilfe geschaffen wurde. Die Eckpunkte für die Dürrehilfe haben Bund und Länder Anfang Oktober gemeinsam ausgehandelt und in einer Verwaltungsvereinbarung festgeschrieben.

In ganz Niedersachsen sind Landwirtschaftliche Betriebe von der diesjährigen Trockenheit und Hitze besonders betroffen. Die Betriebsleiter können jetzt bei der LWK einen Antrag auf Dürrehilfe stellen.

Folgende Voraussetzung müssen Sie beachten:

  • Für die Zahlung von Dürrehilfen wird ein Rückgang der durchschnittlichen Jahresernte auf Acker- und Grünland von mindestens 30 Prozent vorausgesetzt.
  • Bezugspunkte sind die drei letzten Wirtschaftsjahre (2014/15 – 2016/2017).
  • Außerdem muss die dadurch entstandene Existenzgefährdung nachwiesen werden.
  • Als Kriterien werden der Cashflow, das Einkommen, die Einkünfte aus gewerblichen Bereichen wie etwa Biogas- oder Photovoltaikanlagen sowie das kurzfristig verfügbare Privatvermögen herangezogen.
  • Antragsberechtigt sind landwirtschaftliche Betriebe, auch Gärtnereien und Baumschulen, die ihren Betriebssitz in den Bundesländern Niedersachsen oder Bremen haben.
  • Die Dürrehilfe ist auf 500.000 Euro je Unternehmen begrenzt.
  • Beträge unter 2.500 Euro werden nicht ausgezahlt (Bagatellgrenze).

35,6 Mio. Euro für Niedersachsen

    Für Niedersachsen stehen insgesamt 35,6 Mio. Euro zur Verfügung, für Bremen 0,27 Mio. Euro. Diese werden jeweils zur Hälfte von Bund und Land aufgebracht. Von dem Geld können bis zu 50 Prozent des belegten Schadens als Dürrehilfe gewährt werden.

    Anträge nimmt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen entgegen. Weitere Informationen sowie die erforderlichen Vordrucke können Sie hier heruntergeladen...

    LAND&Forst

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