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Bewässerung

Niedersachsens Umweltministerium erleichtert Landwirten Wasserentnahme

Bewässerung von Acker
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
29.04.2019

Niedersachsen stellt sich auf mögliche anhaltende Trockenheit ein - mit neuen Regeln zur Wasserentnahme für Bauern.

Wegen der anhaltenden Trockenheit hat das Umweltministerium Landwirten die Entnahme von Wasser für die Beregnung erleichtert.

Auch bei erschöpften Kontingenten können sie auf Antrag kurzfristig weiter Grund- oder Oberflächenwasser nutzen, teilte das Ministerium am vergangenen Freitag mit.

Mit Wasserressourcen noch verantwortungsvoller umgehen

Die Unteren Wasserbehörden der Kommunen könnten damit einmalig und übergangsweise den Zeitraum für die Nutzung von festgeschriebenen Wasserkontingenten von 10 auf 15 Jahre verlängern.

"Aufgrund des Klimawandels werden wir mit unseren Wasserressourcen in Zukunft noch schonender und verantwortungsvoller umgehen müssen", sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD). Darauf müsse sich auch die Landwirtschaft einstellen.

Wasserstrategie für Niedersachsen

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann regte eine Wasserstrategie für Niedersachsen an. "Wir müssen jetzt alles tun, um die Folgen einer erneuten Dürre einzudämmen", sagte der CDU-Landesvorsitzende.

Er wünsche sich eine strategische Zusammenarbeit der zuständigen Stellen in Landesverwaltung, Kommunen und Wasserwirtschaft mit den Landwirten.

Landesweiter Rahmen für wasserwirtschaftliche Entscheidungen

Das Umweltministerium hielt der Forderung von Althusmann das im Dezember 2017 gestartete Projekt "Wasserversorgungskonzept" entgegen. Es solle für wasserwirtschaftliche Entscheidungen einen landesweiten Rahmen geben. Dafür seien mehrere Arbeitsgruppen etwa zur Bewirtschaftung der Ressourcen eingerichtet worden. 

Damit gebe es bereits eine strategische Zusammenarbeit der zuständigen Stellen, betonte das Ministerium. Konzepte zum Ausbau der Wasserversorgung seien bereits im Koalitionsvertrag von CDU und SPD vorgesehen.

Mit Material von dpa
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