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Betriebssicherheit

Präventionsberater: Mehr als Unfallvorsorge

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Christa Diekmann-Lenartz, LAND & Forst
am
20.07.2016

Gerhard Plöns ist Jungsauenvermehrer und betreibt eine Biogasanlage in Wielen, Grafschaft Bentheim. Bei ihm hat sich für heute der Präventionsberater angemeldet.

Gerhard Plöns erwartet heute den Präventionsberater auf seinem Betrieb. Plöns ist Jungsauenvermehrer und betreibt eine Biogasanlage in Wielen, Grafschaft Bentheim. Als Arbeitgeber ist er zuständig für Arbeitsschutz und Unfallverhütung und muss eine „Gefährdungsbeurteilung“ bezüglich Arbeiten in seinem Betrieb durchführen.

Der Landwirt bewirtschaftet seinen landwirtschaftlichen Betrieb nahe der niederländischen Grenze bereits seit 1983. Die Jungsauenvermehrung mit heute 400 Sauen ist Hauptbetriebszweig, 2011 ist eine 250-kW-Biogasanlage dazugekommen. Den Input liefern die eigenen Flächen und die eigene Schweinegülle. Seit rund zehn Jahren ist sein Sohn Stefan mit im Betrieb tätig. Er wohnt mit Ehefrau Jutta und den beiden Töchtern - die älteste ist ein Jahr alt - auch auf dem Hof.

Handlungshilfe von der Berufsgenossenschaft

Präventionsberater Jürgen Hesselbrock parkt am Hoftor. Er ist bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) im Bereich Prävention tätig. Für die Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung gibt es von der Berufsgenossenschaft eine Handlungshilfe, die für jeden Betriebszweig separat ausgefüllt werden muss.

Hesselbrock will dies mit Plöns durchsprechen. Die Handlungshilfe ist ein Weg, die Gefährdungsbeurteilung zu dokumentieren.

Mehr als Unfallverhütung

Das Gebiet des Präventionsberaters reicht vom Osnabrücker Land bis zum Emsland und von der niederländischen Grenze bis zur A1. Er und seine Kollegen aus ganz Deutschland machen fast 100.000 Betriebsbesuche im Jahr. Der Schwerpunkt liegt dabei heute nicht mehr in der Unfallverhütung alleine. Genauso sind heute der Gesundheitsschutz oder die Arbeitgeberverantwortung Thema in der Beratung auf dem Betrieb.

„Früher stand mehr die konkrete Unfallverhütung auf dem Programm, wenn Betriebe besichtigt wurden“, weiß Hesselbrock. Da gab es dann den fehlenden Schutz an der Gelenkwelle, der beanstandet wurde oder die fehlende Absicherung an der Bodenluke.

Mehr zum Thema lesen Sie in die LAND & Forst Ausgabe 29/2016 auf den Seiten 14 und 15. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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