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Schafhaltung

Schäfer in Sorge: Viel Arbeit, wenig Anerkennung und Geld

Schäfer in der Heide
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Renate Bergmann, LAND & Forst
am
03.04.2018

Die niedersächsischen Schäfer schlagen die Alarmglocke: Es gibt kaum noch Auszubildende.

Die Zahl der Schafe geht langfristig zurück, und das, obwohl die Schafhaltung wichtige ökologische Funktionen hat. Und es gibt kaum noch Auszubildende, «Wir haben viele Betriebe, die nicht wissen, wie es weitergehen soll»,  sagte der Vorsitzende des Landesschafzuchtverbandes Niedersachsen, Joachim Rehse. In ganz Norddeutschland gebe es nur noch zehn bis  zwölf Auszubildende.

Die ohnehin nicht üppige Ertragslage der Schäfer sei durch die Ankunft des Wolfes in Niedersachsen verschlimmert worden, denn der Herdenschutz verursache Kosten und belaste die Betriebe mit der Folge, dass sie sich nicht mehr im gewünschten Maße um die Schafherden  kümmern könnten. Die Schafhalter fordern eine als Kopfprämie gezahlte Weideprämie für Muttertiere, damit wenigstens die Leistung der Schäfereien für die Allgemeinheit für den Landschafts- und Umweltschutz erstattet werde, sagte Rehse.

Mit Material von dpa
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