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Tierertragsschaden: Versicherer werden vorsichtiger

Mastschweine schauen durchs Gatter.
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Cornelia Krieg, LAND & Forst
am
07.06.2018

Einige Versicherer von Tierertragschaden schränken derzeit ihre Angebote ein. Darauf weist die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschland hin.

Angesichts der Entwicklungen um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Osteuropa gehen einige Versicherer von Tierertragsschaden zu einer strengeren Handhabung ihrer Angebote über oder schränken sie ein.

Keine Pauschalverträge mehr für die Ferkelproduktion

Die ISN (Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschland) nennt folgende Beispiele:

  • Anfang März hatte bereits die Uelzener den Vertrieb von Tierertragsschadenversicherungen für schweinehaltende Betriebe eingestellt.
  • Nun hat auch die Münchener und Magdeburger Agrarversicherung AG (MMAgrar) bekannt gegeben, dass sie nur noch beschränkt Versicherungsverträge für ihre Pauschalprodukte abschließt.

So werden zukünftig keine Pauschalverträge für die Ferkelproduktion mehr angenommen. Für Schweinemastbetriebe einiger Landkreise, darunter Vechta, Cloppenburg, Oldenburg und Osnabrück gilt bei der MMAgrar sogar ein Aufnahmestopp für Pauschalprodukte.

Weiterhin angeboten werden aber Deckungsbeitragsprodukte. Sie stellen den Versicherten so, als hätte er den Schaden nicht gehabt. Es werden also auch alle individuellen Folgekosten abgedeckt.

Dafür ist die Versicherung teurer. Sie kostet zwischen 50 und 60 Cent pro Mastplatz. Pauschalprodukte hingegen bieten eine günstige Grundabsicherung (35-37 Cent pro Mastplatz).

Wartezeit von einem Monat

Wer für seinen Betrieb eine Tierertragsschadenversicherung abschließen möchte, sollte sich jetzt kümmern. Nach Abschluss der Versicherung gilt in der Regel eine Wartezeit von einem Monat.

Mit Material von ISN Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschland
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