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Niedersachsen

Tierwohlprämie immer häufiger beantragt

Pressedienst
am
27.05.2016

Hannover - Immer mehr Betriebe bewerben sich um die sogenannte Ringelschwanz- und Legehennenprämie. Anträge sind noch bis zum 30. Juni möglich.

Im laufenden Antragsverfahren zeichnet sich ab, dass die weit überwiegende Zahl der Betriebe die Teilnahme an der Tierwohlprämie fortsetzen will. Zudem liegen für die Ringelschwanzprämie bisher 42 neue Anträge vor, die meisten von konventionell arbeitenden Landwirten.

Land hat Mittel für Tierwohlprämie erhöht

Bei der Legehennenprämie sind es bisher 37 zusätzliche Antragsteller. „Das zeigt die hohe Bereitschaft unserer Landwirte, sich für mehr Tierwohl zu engagieren“, sagte Niedersachsens Agrarminister.

Aber dieser Einsatz müsse auch entlohnt werden. Das Land habe ausreichend Mittel zur Verfügung gestellt, so dass kein Antrag, der die Voraussetzungen erfüllt, abgelehnt werden muss.

Meyer: Bundesweite Initiative Tierwohl soll Prämie erholen

Niedersachsen ist mit der 2015 gestarteten Tierwohlprämie das erste Land, das eine solche Förderung anbietet. Der Minister appellierte in diesem Zusammenhang an den Handel, seinerseits die Prämie bei der bundesweiten „Initiative Tierwohl“ von vier Cent pro Kilogramm Fleisch deutlich zu erhöhen.

Damit könnten auch bei der Brancheninitiative alle Betriebe, die mehr für den Tierschutz leisten wollen, mitmachen. Angesichts erschreckend niedriger Erzeugerpreise für Fleisch würde dies eine wichtige Wertschätzung für die hohen Tierwohlleistungen niedersächsischer Landwirte bedeuten.

Ungekürzte Schnäbel und intakte Ringelschwänze

Mit Niedersachsens Tierwohlprämie wird damit das Engagement von Landwirten honoriert, die eine tiergerechtere Legehennenhaltung mit ungekürzten Schnäbeln und die verbesserte Haltung von Schweinen – inklusive eines intakten Ringelschwanzes – umsetzen.

Das Land fördert die Mehraufwendungen für das Tierwohl mit insgesamt 28 Millionen Euro aus dem EU-Programm ELER. Noch bis zum 30. Juni sind Anträge auf eine Förderung durch die beiden Tierwohlprämien möglich. Der neue Bewilligungszeitraum beginnt am 1. Dezember 2016.

Intensive Schulungen für die Tierhalter

Bei den Schweinen zahlt das Landwirtschaftsministerium für eine tierschutzgerechtere Haltung 16,50 Euro pro Tier, bei den Legehennen sind es 1,70 Euro. Mit der Förderung verbunden sind intensive Schulungen der Tierhalter.

Aus Landesmitteln werden zusätzliche Beratungsleistungen der Landwirte für mehr Tierwohl unterstützt. Bei den Legehennen machten im ersten Durchgang mehr als 120 Betriebe mit, davon die meisten mit ökologischer Haltung. Bei der Ringelschwanzprämie sind es bisher knapp 100 Betriebe, dabei überwiegen konventionelle Höfe.

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