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Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Vogelgrippe: Bürgertelefon gibt Tipps für Geflügelhalter

Legehennen auf der Stange
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
22.11.2016

Wegen der Vogelgrippe-Gefahr müssen auch kleinere Geflügelhaltungen jetzt neue Biosicherheitsmaßnahmen treffen. Das LAVES-Bürgertelefon gibt Tipps für die Umsetzung.

Seit gestern sind die Schutzvorkehrungen zur Eindämmung der hochpathogenen Vogelgrippe H5N8 ausgeweitet worden. Jetzt sind auch kleinere Geflügelhaltungen (weniger als 1.000 Tiere) verpflichtet, neue Biosicherheitsmaßnahmen zu treffen. In der entsprechenden Eilverordnung des Bundes ist z. B. geregelt, dass:

  • Unbefugte keinen Zutritt zu den Stallungen erhalten
  • Tierhalter  Schutzkleidung tragen müssen, Hände sowie Stiefel zu desinfizieren sind.
  • Große wie kleine Geflügelhaltungen müssen vor den Eingängen zu den Ställen Desinfektionsmatten oder –wannen zur Stiefeldesinfektion einrichten.
  • Personen müssen unmittelbar vor Betreten die Hände waschen und desinfizieren.

Die entsprechende Verordnung können Sie hier herunterladen…

LAVES bietet Infotelefon an

Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) hat ein Bürgertelefon geschaltet.  Die Infohotline unter der Telefonnummer  0441/57026-444 soll insbesondere Geflügelhaltern bei der Umsetzung der neuen Vorschriften unterstützen. Die Experten der Task Force Veterinärwesen des LAVES sind von montags bis freitags unter dieser Telefonnummer direkt zu erreichen.

Leitfaden zu Verhaltensregeln bei Vogelgrippe-Gefahr

Außerdem ist vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium der ausführliche Leitfaden  „Verhaltensregeln für Kleinbetriebe mit Geflügelhaltungen (weniger als 1.000 Tiere) und Geflügelhobbyhaltungen“ aufgestellt worden. Dieser bietet zusätzliche Hilfestellungen für die Umsetzung der Verordnung.

Den Leitfaden können Sie hier herunterladen…

Vogelgrippe-Virus H5N8 für Menschen nicht gefährlich

„Mit diesen strengen Sicherheitsmaßnahmen können wir einen Beitrag leisten, eine weitere Ausbreitung des derzeitigen Geschehens zu verhindern“, meint Prof. Dr. Eberhard Haunhorst, Präsident des LAVES. Bei der Geflügelpest handelt es sich um eine Viruserkrankung. Eine mögliche Infektion auch von Hausgeflügel stellt eine erhebliche Bedrohung für Niedersachsen dar. Die Tiere leiden unter sehr hohem Fieber, Atemnot sowie Husten und sterben innerhalb kürzester Zeit. Nach bisherigen Erkenntnissen sind keine Infektionen beim Menschen mit H5N8-Viren bekannt.

Bisher ist in diesem Jahr ein Fall von Vogelgrippe H5N8 in Niedersachsen bei einem Wildvogel festgestellt worden. Die Reiherente wurde im Rahmen des seit etwa zehn Jahren von Niedersachsen betriebenen Wildvogelmonitorings vom Oldenburger Lebensmittel- und Veterinärinstitut des LAVES untersucht. Seit Jahresanfang sind bislang mehr als 900 Tiere für das Monitoring beprobt worden, davon allein im November etwa 200 Tiere. Im jährlichen Durchschnitt untersucht das LAVES rund 750 Wildvögel.

Mit Material von Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
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