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Geflügelgrippe

Vogelgrippe in Niedersachsen: 50.000 Puten werden getötet

Puten im Maststall
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
26.12.2016

Mehr als 50.000 Puten aus niedersächsischen Mastställen werden wegen der Vogelgrippe über die Weihnachtstage getötet.

Der Verdacht auf einen weiteren Fall der Vogelgrippe im Landkreis Cloppenburg hat sich bestätigt. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) stellte die hochpathogene Form H5N8 fest. Es ist der zweite bestätigte Fall von Geflügelgrippe in einem Nutzgeflügelbestand im Landkreis Cloppenburg.

Die Tötungen der im Ausbruchsbetrieb sowie in einem Kontaktbetrieb gehaltenen Puten sollen noch heute abgeschlossen werden. Es handelt sich um 14.000 und 7.200 Putenhähne.

Vogelgrippe: Stand-Still in Garrel und Bösel

Für die betroffenen Gemeinden Garrel und Bösel wurde ab heute, 26. Dezember, 0 Uhr, ein „Stand-Still“ für 72 Stunden verfügt. Hier dürfen kein Geflügel und keine Geflügelprodukte in die Betriebe hinein- oder aus sie heraus gebracht werden. Hier wie in weiten Teilen Niedersachsens gibt es seit vielen Wochen eine Stallpflicht für Geflügel.

In einem Radius von drei Kilometern um den Ausbruchsbetrieb wird in Kürze ein Sperrbezirk eingerichtet, dort werden rund eine Million Stück Geflügel gehalten. Zudem richtet der Landkreis ein Beobachtungsgebiet im Radius von 10 Kilometern ein.

Vogelgrippe auch im Landkreis Nordheim

Einen weiteren Fall von Vogelgrippe gibt es im Landkreis Northeim. Betroffen ist ein Kleinstbestand mit 18 Hühnern und sechs Enten. Auch hier bestätigte das FLI den Virussubtyp H5N8. Die Tiere wurden inzwischen getötet.

Die Landkreisbehörden bereiten die Einrichtung eines Sperrbezirks und eines Beobachtungsgebietes vor. Im vorgesehenen Drei-Kilometer-Sperrbezirk befinden sich nur Hobbyhaltungen mit Geflügel.

H5N8 in Geflügelhaltungen: Enger Kontakt durch Futtermeister

Unterdessen sind die Räumungen in dem von Vogelgrippe betroffenen Puten-Betrieb in Dötlingen, Landkreis Oldenburg, sowie in zwei Kontaktbetrieben im Landkreis Vechta abgeschlossen. Es handelt sich im Ausbruchsbetrieb um 10.000 Tiere sowie in den zwei weiteren Betrieben um jeweils rund 12.000 Tiere.

Zwischen den drei Geflügelhaltungen hatte es enge Kontakte gegeben, vor allem durch Futtermeister, die an allen drei Standorten in die Ställe gingen. Bei Untersuchungen von zwei Betrieben im Ein-Kilometer-Radius um den Ausbruchsbetrieb ergab sich hingegen kein weiterer Verdachtsfall.

Für die Gemeinde Dötlingen gilt ein „Stand-Still“ seit Heiligabend, 16 Uhr, für ebenfalls 72 Stunden. Die Einrichtung von Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet trat mit dem heutigen Tag (26. Dezember) in Kraft.

Eintragungswege der Vogelgrippe-Erreger weiterhin unklar

Agrarminister Christian Meyer dankte den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Landesbehörden und den Landkreisen sowie den privaten Helfern, die auch über die Weihnachtstage die Tierseuchenbekämpfung gewissenhaft durchführen. Er appellierte an alle Tierhalter, die Biosicherheitsmaßnahmen zur Eindämmung der Geflügelpest strikt einzuhalten.

Wie das Virus in die geschlossenen Putenställe kam, bleibe weiterhin unklar. "Alle möglichen Eintragungswege von Einstreu, betreuendem Personal bis hin zu Futter oder Schadnagern müssen konsequent untersucht werden", so der Minister.

Auch sollte auf das sogenannte "Vorgreifen", also die Zwischenentnahme von Teilen des Bestandes zur Ausschöpfung der maximalen Besatzdichte, bei Puten verzichtet werden; die Tierzahlen bei der Einstallung seien entsprechend anzupassen.

Mit Material von Pressemitteilung Niedersächsisches Landwirtschaftsministerium

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