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Geflügelgrippe

Vogelgrippe in Niedersachsen: Stand der Ausbreitung am 28. Dezember

Mastputen im Stall
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Christa Diekmann-Lenartz, LAND & Forst
am
28.12.2016

Die Vogelgrippe breitet sich in Niedersachsen weiter aus. Hier eine aktuelle Karte mit den betroffenen Landkreisen und der Verteilung des Aufstallungsgebotes.

Über Weihnachten gab es in Niedersachsen neue Vogelgrippe-Fälle. Das H5N8-Virus trat bei Puten in den Landkreisen Cloppenburg und Oldenburg auf. Diese Bestände und weitere Kontaktbetriebe wurden gekeult. Die LAND & Forst hat bereits berichtet:

Das Virus H5N8 sorgt dafür, dass fast flächendeckend in Niedersachsen das Aufstallungsgebot besteht. Eine Karte mit den Landkreisen, in denen aktuell (Stand: 27. Dez.) Geflügelgrippe ausgebrochen ist und in denen ein Aufstallungsgebot herrscht, können Sie nachfolgend herunterladen. Es sind nur Krankheitsausbrüche in Wirtschaftsgeflügel-Beständen vermerkt. Karte hier herunterladen... (mit Material vom Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves)

Vogelgrippe: Laves arbeitet auf Hochtour

Im Labor des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES), Oldenburg, wurden an allen drei Weihnachtstagen Blutproben von Vogelgrippe-Verdachtsfällen im Bundesland untersucht. Laut Information des LAVES sind seit Beginn des aktuellen Geschehens Anfang November 5.300 Proben angeliefert worden, 3.600 hiervon waren bis Mittwochmorgen untersucht.

Um im Seuchenfall möglichst rasch reagieren zu können, wird bei klinischen Symptomen derzeit so verfahren, dass Proben beim LAVES und beim Friedrich-Löffler-Institut, Insel Riems, sofort parallel untersucht werden.

Aktuelle Infos zur Vogelgrippe gibt es auch unter:

  • www.tierseucheninfo.niedersachsen.de
  • www.fli.de
  • www.laves.niedersachsen.de

Ripke: Vermarktungsrecht besser abstimmen

Vor dem Hintergrund der grassierenden Vogelgrippe und der daraus resultierenden Stallpflicht plädiert die deutsche Geflügelwirtschaft für eine bessere Abstimmung von Tierseuchen- und Vermarktungsrecht. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sprach sich der Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), Friedrich-Otto Ripke, für eine Lockerung der EU-Vermarktungsnormen aus.

Diese besagen, dass Legehennen maximal zwölf Wochen im Stall bleiben dürfen, wenn die Eier als Freilandeier verkauft werden. Danach können sie nur als Bodenhaltungseier verkauft werden, was einem Mindererlös von ca. 4 Cent/Ei entspricht.

Ripke, der auch Präsident des Niedersächsischen Landesverbandes der Geflügelwirtschaft ist, forderte flexiblere Fristen. Die Zwölf-Wochen-Frist läuft in weiten Teilen Deutschlands im Januar aus, die Stallpflicht wird aber weiter für Millionen Freiland-Legehennen gelten. Nach den jüngsten Vogelgrippe-Fällen in Niedersachsen über Weihnachten ermahnte Ripke zudem jeden Geflügelhalter, die konsequente Umsetzung der Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Betrieben zu überprüfen.

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