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Wolf in Niedersachsen

Wolfsmanagement soll verbessert werden

dpa/Ini
am
13.06.2016

Hannover - Wegen der zügigen Rückkehr der Wölfe setzt Niedersachsen auf ein professionelleres Wolfsmanagement. Was geplant ist, lesen Sie hier.

Ein professionelleres Wolfsmanagement will die Niedersächsische Landesregierung jetzt angehen. Das bereits seit längerem bestehende Wolfsbüro solle um zwei Tierärzte ergänzt werden. Das gab Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) am Donnerstag vor dem Landtag bekannt.

Die Ärzte sollen schneller als bisher feststellen, ob im Falle eines gerissenen Nutztiers ein Wolf verantwortlich war. Auch die Beratung der Halter bei Schutzmaßnahmen für ihre Tiere gehöre zu den Aufgaben.

Bisher 114 Übergriffe auf Nutztiere

In Niedersachsen leben im vergangenen Jahr nach Erkenntnissen der Landesregierung 43 Wölfe. Zwischen 2008 und 2015 gab es laut einer Antwort des Umweltministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion 114 Übergriffe von Wölfen auf Nutztiere - mehr als die Hälfte davon allein im vergangenen Jahr.

Diepholzer Wölfin riss besonders häufig

So sorgte zuletzt eine Wölfin in der Region Diepholz für Aufregung, weil sie überdurchschnittlich viele Nutztiere gerissen hatte. In einem Großteil der Risse habe kein ausreichender Schutz für das Vieh bestanden. Deshalb sei von der Besenderung abgesehen worden, sagte Wenzel.

Die Opposition kritisierte diese Entscheidung und forderte einen Leitfaden für artfremdes Verhalten von Wölfen. Dem Wolfsmanagement der Landesregierung fehle ein Konzept, hieß es in der Landtagsdebatte.

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