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Biogasanlagen flexibilisieren: Jetzt kein Geld verlieren!

Dieser Artikel ist zuerst in der LAND & Forst erschienen.

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© Mühlhausen/landpixel
von , am
10.10.2017

Viele Betreiber von Biogasanlagen haben sich für die Flexprämie angemeldet, ohne die Flexibilisierung voranzutreiben. Wer nicht handelt, verliert aber Geld.

Biogasanlagenbetreiber sahen sich vor Inkrafttreten des EEG 2014 unter Zeitdruck gesetzt: Gerüchte von der Abschaffung der Flexprämie machten die Runde. Viele Betreiber reichten deshalb noch im Sommer die Anmeldung zur Flexprämie ein.

Das kann folgende Nachteile haben:

  • - Wer trotz Anmeldung keine Flex-Leistung zugebaut hat, verliert seitdem jeden Monat mehr von seinem Anspruch auf die Flexprämie. Denn die zehnjährige Laufzeit beginnt mit der Anmeldung beim Netzbetreiber.
  • - Wer nicht zubaut, verschenkt in diesen Monaten Geld, denn die Förderung kann nach dem Zubau von BHKW-Leistung nur noch für den Rest des Zeitraums in Anspruch genommen werden.

Die Frist läuft übrigens auch dann, wenn die Voraussetzungen zur Zahlung der Flexprämie noch nicht vorhanden sind. Denn der Anspruch ist mit der Anmeldung beim Netzbetreiber rechtswirksam, auch wenn die Voraussetzungen erst zu einem späteren Zeitpunkt nachgewiesen werden.

Biogasanlagen-Betreiber auf Flex-Deckel achten

Das könnte auch interessant werden, wenn das Erreichen des Flex-Deckels droht. Denn der grundsätzliche Anspruch bleibt durch die rechtzeitige Meldung vor Ausschöpfen des Flex-Deckels gewahrt.

Anlagenbetreiber, die ein großes und langwieriges Flexibilisierungsprojekt begonnen haben, sollten den Flex-Deckel im Auge behalten:

  • - Sobald im Anlagenregister der Bundesnetzagentur die 1.350 MW Zubau veröffentlicht sind, haben die Anlagenbetreiber einen vollen Monat Zeit, den Antrag beim Netzbetreiber zu stellen und die für das Anlagenregister erforderlichen Daten der Bundesnetzagentur zu übermitteln.

Mehr zum Thema "Flexibilisierung von Biogasanlage" lesen Sie in der LAND & Forst 41/17 ab Seite 44. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

Fermenter-Reinigung der Biogasanlage: So wird's gemacht

Mit der Zeit lagern sich Sand, feste Gärreste und Steine am Fermenterboden ab. Die Ablagerungen reduzieren das Fermenter Volumen und es kommt zu Funktionsstörungen bei Heizung, Rührwerken und Pumptechnik. © Hölzl Agrosystem
Vor dem Termin sollte der Anlagenbetreiber rechtzeitig mit dem Abpumpen beginnen, um den Fermenter so weit als möglich zu entleeren. © Hölzl Agrosystem
Mit einem auf einen Lkw aufgebauten Saugbagger werden die Ablagerungen im Fermenter durch kleine Öffnungen abgesaugt. © Hölzl Agrosystems
Sogenannte Saugbagger arbeiten wie riesige Staubsauger mit Unterdruck, der von einem Kompressor erzeugt wird. © Hölzl Agrosystems
Bei Fermenterreinigungen werden hochgiftige und entzündliche Gase freigesetzt. Die Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften fordern deshalb, beim Einstieg in Fermenter einen von der Umgebungsluft unabhängigen Atemschutz zu verwenden. © Hölzl Agrosystems
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