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Biogasanlagen flexibilisieren: Jetzt kein Geld verlieren!

Thomas Gaul
am
10.10.2017

Viele Betreiber von Biogasanlagen haben sich für die Flexprämie angemeldet, ohne die Flexibilisierung voranzutreiben. Wer nicht handelt, verliert aber Geld.

Biogasanlagenbetreiber sahen sich vor Inkrafttreten des EEG 2014 unter Zeitdruck gesetzt: Gerüchte von der Abschaffung der Flexprämie machten die Runde. Viele Betreiber reichten deshalb noch im Sommer die Anmeldung zur Flexprämie ein.

Das kann folgende Nachteile haben:

  • - Wer trotz Anmeldung keine Flex-Leistung zugebaut hat, verliert seitdem jeden Monat mehr von seinem Anspruch auf die Flexprämie. Denn die zehnjährige Laufzeit beginnt mit der Anmeldung beim Netzbetreiber.
  • - Wer nicht zubaut, verschenkt in diesen Monaten Geld, denn die Förderung kann nach dem Zubau von BHKW-Leistung nur noch für den Rest des Zeitraums in Anspruch genommen werden.

Die Frist läuft übrigens auch dann, wenn die Voraussetzungen zur Zahlung der Flexprämie noch nicht vorhanden sind. Denn der Anspruch ist mit der Anmeldung beim Netzbetreiber rechtswirksam, auch wenn die Voraussetzungen erst zu einem späteren Zeitpunkt nachgewiesen werden.

Biogasanlagen-Betreiber auf Flex-Deckel achten

Das könnte auch interessant werden, wenn das Erreichen des Flex-Deckels droht. Denn der grundsätzliche Anspruch bleibt durch die rechtzeitige Meldung vor Ausschöpfen des Flex-Deckels gewahrt.

Anlagenbetreiber, die ein großes und langwieriges Flexibilisierungsprojekt begonnen haben, sollten den Flex-Deckel im Auge behalten:

  • - Sobald im Anlagenregister der Bundesnetzagentur die 1.350 MW Zubau veröffentlicht sind, haben die Anlagenbetreiber einen vollen Monat Zeit, den Antrag beim Netzbetreiber zu stellen und die für das Anlagenregister erforderlichen Daten der Bundesnetzagentur zu übermitteln.

Mehr zum Thema "Flexibilisierung von Biogasanlage" lesen Sie in der LAND & Forst 41/17 ab Seite 44. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

Fermenter-Reinigung der Biogasanlage: So wird's gemacht

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