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Energie

Faire Chancen für unsere Windenergie

von , am
03.12.2014

Die Windenergie hat für Niedersachsen eine hohe ökonomische Bedeutung. Ob das Land von der Technologie weiter profitieren kann, diskutierten Experten auf der Jahrestagung des Oldenburger Energieclusters OLEC.

Für Knud Rehfeldt (l.) war im Gespräch mit Moderator Andreas Neumann entscheidend, wo neue Windeignungsflächen ausgewiesen werden. © Thomas

Niedersachen profitiert wirtschaftlich ganz erheblich von der Energiewende. "Darum tragen wir eine Verantwortung und müssen etwas tun", sagte Dr. Christoph Schmidt-Eriksen vom Referat für erneuerbare Energien im niedersächsischen Umweltministerium. Konkret stellte er vor 80 Konferenzteilnehmern den in Planung befindlichen Windenergieerlass des Landes vor.

Mit diesem will die Regierung wie berichtet 1,4 % der Landesfläche als Vorranggebiete für die Windenergie ausweisen. Ursprünglich sollte der Erlass noch im Herbst dieses Jahres greifen. Jetzt muss er auf 2015 verschoben werden, weil die Vorgängerregierung es versäumt habe, Flächen für den Vogelschutz zu sichern.

5.530 Windkraftanlagen

Bislang drehen sich im Windenergieland Nr. 1 rund 5.530 Anlagen mit einer Leistung von 7.800 MW. Damit stehen knapp 25 % aller bundesdeutschen Anlagen in Niedersachsen und liefern auch den meisten Strom. Perspektivisch strebt die rotgrüne Landesregierung bis 2050 eine Zielmarke von 20 GW an. "Es werden dringend Flächen für neuen Windparks und den Austausch von alten Anlagen benötigt. Dabei wird es aber keine konfliktfreie Planung geben, weil sehr große Abstände zur Wohnbebauung die Ausweisung erheblich einengen oder das Aus für viele Standorte bedeuten würden. Wer der Bevölkerung genau diese großen Abstände verspricht, verabschiedet sich von der Energiewende", stellte er klar.

Weitere Informationen der OLEC-Jahrestagung finden Sie in der aktuellen Ausgabe der LAND & Forst Nr. 49.
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