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Energie

Geothermie: Höhere Förderung ab April

von , am
09.04.2015

Wer seine Heizungsanlage z.B. auf erneuerbare Energiequellen wie Erdwärme umstellen möchte, kann höhere Fördersätze für Wärmepumpen erhalten. Tipps dazu in der aktuellen LAND & Forst.

Hausbauer, die mit Erdwärme aus Flächenkollektoren heizen wollen, brauchen für die Kollektoren eine etwa 1,5 mal so große unbebaute (!) Fläche wie die zu beheizende Fläche. © BWP

Seit 1. April 2015 haben sich die Förderbedingungen vor allem für die Installation von Erdwärmepumpen verbessert. Wie der Bundesverband Wärmepumpe e.V. (BWP) auf Anfrage mitteilt, ist das Marktanreizprogramm (MAP) das wichtigste Förderinstrument für Wärmepumpen. Besonders Erdwärmepumpen für Ein- und Zweifamilienhäuser profitierten von den Neuerungen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sei auf die Forderungen des BWP eingegangen und habe die Fördersätze nahezu verdoppelt, so Jasmin Herbell, Sprecherin des Verbandes in Berlin.
 
Statt bisher 2.800 € gibt es jetzt mindestens 4.000 € Investitionszuschuss, bei einer Erdsonde mindestens 4.500 €. Besonders effiziente Erdwärmepumpen mit einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 4,5 bekämen im Bestand noch einmal 2.000 € bzw. 2250 € obendrauf (Innovationsförderung), insgesamt also 6.000 bzw. 6750 €. Dabei beschreibt die Jahresarbeitszahl das Verhältnis der Energiemenge, die mittels Wärmepumpe aus dem Boden (Geothermie), dem Wasser (Hydrothermie) oder der Luft (Aerothermie) gewonnen wird zu der  notwendigen Antriebsenergie, die zum Betrieb einer Wärmepumpen entweder aus konventionellen oder erneuerbaren Quellen stammt.

Höhere Jahresarbeitszahl ist positiv

Je höher die Jahresarbeitszahl ist, umso geringer ist der Anteil der Antriebsenergie, was sich positiv auf die "Betriebskosten" der Wärmepumpe auswirkt. Studien des Frauenhofer-Instituts für solare Energiesysteme (ISE) haben vor allem in Neubauten (gut gedämmt, Niedrigtemperaturheizung) und bei gut geplanten und fachmännisch installierten Erdwärmepumpen im Durchschnitt Jahresarbeitszahlen von 3,8 ermittelt. Neben dem MAP fördert auch das KfW-Programm 167, das für Wärmepumpen ab 100 kW gilt, den Einbau von Erdsonden, allerdings nur im Altbau. Hier gelten laut BWP die gleichen Bedingungen wie im Marktanreizprogramm. Antragsteller erhielten einen zinsgünstigen Kredit. Das KfW-Programm sei mit dem MAP kombinierbar, so dass die MAP-Investitionszuschüsse als Tilgungskredit genutzt werden könnten.

Mehr zum Thema lesen Sie in der aktuellen LAND & Forst Ausgabe 15/2015 auf der Seite 63. Möchten Sie die LAND & Forst für einen Monat gratis zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…
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