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Energie

Jühnde rüstet sich für die Zukunft

von , am
29.07.2015

Zehn Jahre erfolgreicher Dauerbetrieb waren Grund genug für eine Fachtagung in Jühnde. Auch das erste Bioenergiedorf Deutschlands investiert nun kräftig in mehr Flexibilität.

Die Biogasanlage in Jühnde wird mit Substraten aus der Region versorgt. Der Wirkungsgrad der Anlage liegt bei 68 %. © Mühlhausen/landpixel
Jühnde geht vom Netz - so kündigte Anne Will im September 2005 in den Tagesthemen einen Beitrag übers Bioenergiedorf Jühnde im Landkreis Göttingen an. Jühnde, das erste Bioenergiedorf in Deutschland, das sich als Bioenergiegenossenschaft autark mit Strom und Wärme versorgen konnte.

Seit dem ist viel passiert: Viele Tausend Besucher aus aller Welt kamen nach Jühnde, um sich darüber zu informieren, wie die Energiewende vor Ort gelingen kann. Wie viele Projekte es weltweit gibt, ist unbekannt - in Deutschland aber sind rund 160 Bioenergiedörfer entstanden - über 110 bereits umgesetzt, manche noch in Planung.

Und in Jühnde selbst?

Die Wärmeversorgung läuft verlässlich, von kleineren und größeren Defekten blieb aber auch die Jühnder Anlage nicht verschont. Doch jetzt gibt es Neuigkeiten. Nachdem es zuletzt nach fünfjähriger Euphorie etwas ruhiger wurde in dem 800-Seelen-Dorf, bringt ein großes Investitionsvorhaben neuen Schwung in den Ort. Zehn Jahre Dauerbetrieb seien erfolgreich geschafft worden, jetzt stehen der Reinvestitionszyklus und das Repowering der Anlage an, um sie fit für die Zukunft - auch über das Ende der garantierten Vergütung im Jahr 2025 hinaus - zu machen.


Mehr zum Bioenergiedorf Jühnde lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 31/2015 auf Seite 56. Möchten Sie die LAND & Forst für einen Monat gratis zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

 


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